Das Elektroauto Zeekr 7X in Weiss vor einem Feld
Elektroautos wie der Zeekr 7X boomen in Europa |. Bild: vybe
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Elektroautos boomen in Europa – die Schweiz kann nicht mithalten

Elektroautos erreichen in der EU einen Marktanteil von 21,7 Prozent. Benziner und Diesel verlieren deutlich, während die Schweiz langsamer wächst.

Bruno Rivas
Bruno Rivas

In Europa sind Elektroautos auf dem Vormarsch und verdrängen zunehmend Fahrzeuge mit klassischem Verbrennungsmotor (Benzin/Diesel). Das zeigen neue Zahlen des europäischen Herstellerverbands ACEA. In den ersten acht Monaten des Jahres wurden insgesamt 1'641'333 vollelektrische Fahrzeuge neu zugelassen. Ihr Marktanteil stieg damit von 15,8 auf 21,7 Prozent.

Drei der vier grössten EU-Märkte, auf die zusammen 64 Prozent aller vollelektrischen Fahrzeuge BEV-Neuzulassungen entfielen, verzeichneten ein starkes Wachstum: Frankreich (+74,2 Prozent), Deutschland (+53,1 Prozent) und Dänemark (+40,9 Prozent). Auch in der Schweiz legten die Zulassungen zu, mit einem Plus von knapp 21 Prozent allerdings deutlich weniger stark.

Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor mussten gegenüber dem Vorjahr hingegen deutlich Federn lassen. Ihr gemeinsamer Marktanteil sank von 37,5 auf 29 Prozent. Besonders stark gingen die Neuzulassungen in Frankreich (–35,8 Prozent), Deutschland (–21,9 Prozent) und Spanien (–18,5 Prozent) zurück. Am gefragtesten bleiben jedoch Hybridmodelle einschliesslich Plug-in-Hybriden mit einem Marktanteil von 36,6 Prozent.

Hybrideantriebe sind weiterhin am beliebtesten, doch Elektroautos nehmen zu | Grafik: Acea

Einschätzung

Elektroautos gewinnen in Europa deutlich an Bedeutung, während klassische Benziner und Diesel zunehmend an Bedeutung verlieren. Die Schweiz kann mit diesem Tempo allerdings weiterhin nicht ganz mithalten. Zwar ist auch hierzulande ein Plus von rund 21 Prozent zu verzeichnen, angesichts des deutlich stärkeren Wachstums in anderen europäischen Ländern besteht aber weiterhin Luft nach oben.

Dafür gibt es mehrere Gründe, wie auch Amag-Chef Helmut Ruhl zuletzt in einem Interview erklärte. Fehlende oder zu teure Lademöglichkeiten zu Hause, eine teilweise noch lückenhafte öffentliche Ladeinfrastruktur und je nach Kanton wenig attraktive steuerliche Rahmenbedingungen bremsen den Umstieg weiterhin aus. Die aktuellen Zahlen zeigen aber auch: Grundsätzlich bewegt sich der Markt in dieselbe Richtung – in der Schweiz einfach etwas langsamer als in vielen anderen europäischen Ländern.

Langfristig scheint der Trend ziemlich eindeutig: Der klassische Benziner und Diesel dürfte bei den Neuwagen in Europa weiter an Bedeutung verlieren.

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