Am 13. November erscheint «Derelikt», ein Sci-Fi-Horrorspiel, das aussieht, als hätte jemand eine verstaubte PS1-Disc gefunden und auf die PS5 portiert. Und das ist pure Absicht.
Wie das Entwicklerstudio Visuwyg in einem Gastbeitrag auf dem PlayStation Blog schreibt, soll das Spiel wirken wie ein verschollenes Projekt eines längst pleitegegangenen Studios aus den späten Neunzigern, gefunden auf einer CD-R in einem staubigen Lagerraum.
Pixel-Horror Marke Oldschool
Schauplatz ist der Von Neumann Outpost, eine Forschungs- und Abbaustation, die in einen Asteroiden im Orbit des Saturn hineingebaut wurde. Als Spieler kommt man als externer Auftragnehmer an Bord und soll herausfinden, was mit dem verschwundenen «Excavation Team Delta» passiert ist.
Jeder, der schon einmal ein Horrorgame gespielt hat, weiss jetzt schon, dass den Verschollenen wohl nichts Gutes widerfahren ist. Die Gänge der Anlage sind dunkel, die Technik fällt aus, und die Überlebenden erzählen nicht alle dieselbe Geschichte. Laut Publisher sind über ein Dutzend Figuren an Bord, jede mit eigener Agenda.
«Derelikt» ist ein Survival-Ego-Shooter. Laut dem polnischen Publisher Hyperstrange müssen wir uns mit knappen Ressourcen, einem begrenzten Inventar, Umgebungsrätsel und diversen Gegner herumschlagen. Als Vorbilder nennt das Team «System Shock 2», «Alien Resurrection» für die PS1 und «Doom 3».
Hinter dem Retro-Look steckt viel Handarbeit
Für den PS1-Look hat das Entwicklerteam tief in die Trickkiste gegriffen. Die Texturen seien handgefertigt und die Beleuchtung absichtlich nicht dynamisch sondern statisch. Das typische Wabern und Verziehen der Texturen, das PS1-Spiele so unverkennbar macht, ist ebenfalls drin. Wem das zu viel Retro ist, kann die Effekte aber auch einzeln ein- oder ausschalten.
Laut PlayStation Blog erscheint «Derelikt» am 13. November für die PS5. Gemäss dem Medieninfo soll das Spiel ab sofort mit 10% Rabatt vorbestellbar sein. Im Schweizer Store kann man es bislang aber nur auf die Wunschliste setzen. Möglich aber, dass die Vorbestell-Funktion in den nächsten Stunden aufgeschaltet wird.
Ob «Derelikt» die eigenen Vorbilder erreicht, zeigt sich in gut einer Woche. Und das Alien-Thema ist ohnehin gerade überall: «Alien: Isolation 2» ist in Arbeit, und im Kino soll ein neuer «Alien»-Film an «Prometheus» anknüpfen.