Bei «Terrible Lizards» fliehen wir vor mörderischen Dino-Robotern.
Bei «Terrible Lizards» fliehen wir vor mörderischen Dino-Robotern. | Bild: Digital Pajamas LLC
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«Terrible Lizards» bringt Jurassic Park-our auf die PS5

In «Terrible Lizards» flieht ihr per Parkour vor Dinosauriern. Das steckt hinter dem Horror-Spiel.

Chris Bucher
Chris Bucher

Ab heute hat das Genre der Dinosaurier-Games neuen Zuwachs erhalten. Also Nachschub für all jene, die mit «Dino Crisis 2» schon (mehrfach) durch sind und denen «Ferocious» zu buggy war.

«Terrible Lizards» heisst das Spiel und ist seit dem 29. Oktober im PlayStation Store, dem Xbox Store und Steam erhältlich.

Nostalgischer Horror

Die Ausgangslage ist klassischer Horrorfilm-Stoff. Wir spielen einen College-Studenten, der 1992 mit dem Auto auf der Route 66 unterwegs ist, bis seine Karre den Geist aufgibt. Auf der Suche nach Hilfe landet er in Dalton's Dinos, einer jener Attraktionen am Strassenrand, die mit kitschigen Saurierstatuen und Fossilien zweifelhafter Herkunft Touristen anlocken.

Statt Hilfe findet er dort, abgeranzte Dino-Roboter – die plötzlich zum Leben erwachen und die Jagd eröffnen.

Studio Director John W. Gelardi beschreibt das Konzept gegenüber «PlayStation» als Verdrehung des Vertrauten: Man nimmt eine harmlose Kindheitserinnerung und macht daraus etwas Bedrohliches.

Spielerisch ist «Terrible Lizards» ein 3D-Plattformer aus der Ego-Perspektive, bei dem wir vor den Robodinomutanten fliehen, statt sie zu bekämpfen. Das Studio spricht von «Parkour-Einlagen». Zum Repertoire unseres unfreiwilligen Helden gehören Rennen, Springen, Rutschen, Wandlaufen, Abprallen und das Hangeln von Vorsprung zu Vorsprung. Dazu kommen Werkzeuge, mit denen sich die Umgebung manipulieren lässt. 

YouTuber machen Games

Hinter dem Spiel steht ein ungewöhnliches Team. Laut Gelardi besteht WDR Studios grösstenteils aus Online-Creators, die zum ersten Mal ein Spiel entwickeln. Gelardi selbst kommt von einem YouTube-Kanal und hat sich nach eigenen Angaben schon an Film, Musik und Animation versucht. Spieleentwicklung sei die härteste dieser Disziplinen, schreibt er.

Er wäre nicht der erste YouTuber dieses Jahr, der mit Horror einen Erfolg liefern würde. Curry Baker («Obsession») und Kane Parsons («Backrooms») haben heuer zwei äusserst erfolgreiche Filme in die Kinos gebracht – und beide haben ihre Sporen als YouTuber verdient. Ob «Terrible Lizards» ein ähnlicher Achtungserfolg wird, sehen wir, sobald das Spiel angelaufen ist.

Meinung:

Dinosaurier-Horror ist tatsächlich eine Nische, die seit «Dino Crisis» erstaunlich selten bespielt wird. Der Trailer zu «Terrible Lizards» verspricht Gameplay-technisch einen sehr kreativen Ansatz, bei dem ich durchaus bereit bin, das digitale Portemonnaie zu zücken und den Nostalgie-Horror-Trip auszutesten.

Meine letzte Begegnung mit verstaubt-ranzigen Dino-Animatronics liegt nämlich eine Weile zurück – und war im «Conny-Land» in Lipperswil. War auch gruselig, aber aus den völlig falschen Gründen.

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