BYD hat auf das Modelljahr 2026 hin der sportlichen Elektro-Limousine Seal ein kleines Facelift verpasst. Und wenn wir von einem kleinen Facelift sprechen, dann bezieht sich das insbesondere auf die verbaute Technik. Während BYD beim Atto 3 Evo ein Wechsel auf eine 800-Volt-Architektur vollzogen hat, bleibt es beim BYD Seal 2026 für Europa weiterhin bei einer vergleichsweise langsamen 400-Volt-Architektur.
Was das konkret heisst? An einer Schnellladestation (DC) lädt der europäische BYD Seal weiterhin mit maximal 150 kW. Für eine Ladung von 10 auf 80 Prozent werden damit rund 37 Minuten benötigt. Damit ist BYD beim europäischen Seal meilenweit von der Flash-Charging-Technologie entfernt, mit der der chinesische Autobauer derzeit gerne wirbt. Diese lädt Elektroautos mit bis zu 1500 KW, wie etwa den Denza Z9GT.

Nicht auf Topniveau zeigt sich der BYD Seal (2026) auch bei der Effizienz. Mit der 82,5-kWh-Batterie kommt der Seal auf eine WLTP-Reichweite von maximal 570 Kilometern, während die leistungsstärkere Excellence-Version 520 Kilometer schafft. In Kombination mit der weiterhin auf 150 kW begrenzten Ladeleistung macht das den Seal nicht zum optimalen Begleiter auf der Langstrecke. Gerade bei längeren Reisen dürfte die vergleichsweise geringe Ladeleistung stärker ins Gewicht fallen.
Ganz ohne Verbesserungen bringt BYD das Modelljahr 2026 des Seal aber nicht auf den Markt. Erfreulich ist vor allem, dass der Kofferraum deutlich gewachsen ist: Statt bisher 400 stehen nun 485 Liter zur Verfügung. Auch der Frunk bietet mit 72 Litern deutlich mehr Stauraum als bisher. Damit wird der überarbeitete Seal im Alltag spürbar praktischer. Dennoch muss man festhalten, dass ein Tesla Model 3, der obendrauf kürzer ist, noch mehr Stauraum bietet.
Weiterhin passt BYD die Ausstattungsvarianten Design und Excellence etwas an. Besonders die günstigere Design-Variante profitiert von der umfangreicheren Ausstattung. Dazu gehören unter anderem serienmässige Ledersitze mit Sitzheizung und -lüftung für Fahrer und Beifahrer, eine elektrische Heckklappe sowie ein umfangreiches Paket an Sensoren und Assistenzsystemen. Bei Excellence gibts zusätzlich unter anderem das Head-up-Display.
Unsere Einschätzung zum BYD Seal 2026
Der BYD Seal ist zweifelsohne kein schlechtes Elektroauto. Für das Modelljahr 2026 hätten wir uns allerdings definitiv etwas mehr erhofft. Nicht unbedingt bei der Fahrleistung, die für die meisten Ansprüche völlig ausreicht, sondern vor allem bei der Ladeleistung. Auch bei der Effizienz könnte BYD noch nachlegen und sich stärker an Vorbildern wie Tesla orientieren. Für 2027 bleiben damit noch einige Punkte, an denen BYD beim Seal ansetzen könnte.
Der BYD Seal (2026) kann ab sofort auch aus der Schweiz bestellt werden. Dank eines grosszügigen Rabatts ist die Design-Variante bereits ab 40990 Franken und die Excellence-Variante ab 44990 Franken erhältlich.