VW ID.3 Neo ist da: Dieses Upgrade war überfällig
Der VW ID.3 Neo ist offiziell | Bild: Volkswagen
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VW ID.3 Neo ist da: Dieses Upgrade war überfällig

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Ein ID. Golf wird in diesem Jahr noch nicht auf den Markt kommen – dieser Schritt dürfte erst in den nächsten zwei bis drei Jahren erfolgen. Als Zwischenschritt hat VW vor wenigen Wochen mit ersten Designskizzen den ID.3 Neo angekündigt, der als umfangreiches Facelift des bisherigen ID.3 verstanden werden kann. Den ID. 3 Neo hat VW nun in seiner vollen Pracht vorgestellt.

Der deutsche Automobilhersteller orientiert sich beim ID. 3 Neo wieder stärker am bekannten Volkswagen-Design. Das fällt vor allem an der Front des ID. 3 Neo auf, die kaum noch Ähnlichkeiten mit den bisherigen Modellen des ID.3 aufweist. Am Heck hat sich hingegen auf den ersten Blick weniger verändert. Dennoch muss ich eingestehen, dass mir das neue Design wirklich gut gefällt.

Bild: Volkswagen

Wie angekündigt, kehren im Innenraum für die Bedienung wieder mehr physische Tasten und Regler zurück. Volkswagen betrachtet die Verwendung touchsensitiver Bedienelemente, besonders am Lenkrad, inzwischen selbst als Fehler. Ein weiterer Kritikpunkt am bisherigen ID.3, das zu kleine Fahrerdisplay, wird beim Neo ebenfalls adressiert. Es fällt nun deutlich grösser aus. Im Fokus des umfangreichen Facelifts standen auch die Haptik und Anmutung im Innenraum.

VW ID. 3 Neo kommt bis zu 630 Kilometer weiter

Doch Volkswagen hat nicht nur das Aussehen und die Bedienung des ID 3 Neo verbessert: Auch unter der Haube gibt es zahlreiche Neuerungen. VW verspricht dank eines neuen Elektromotors (APP350) eine höhere Effizienz und ein leicht höhere Drehmoment (350 Nm). Die Reichweite der besten Version erhöht sich auf 630 Kilometer. Das ist zwar nicht viel mehr als bisher, aber immerhin etwas mehr.

Bild: Volkswagen

Zum Start wird der neue Neo in drei Leistungsvarianten mit unterschiedlich grossen Batterien angeboten. Das Basismodell startet mit einer Leistung von 125 kW (170 PS) und einer 50-kWh-Batterie. Die goldene Mitte bildet das Modell mit 140 kW (190 PS) und einer 58-kWh-Batterie. Das Topmodell erreicht eine Leistung von 170 kW (231 PS) mit einer 79-kWh-Batterie. Der Elektromotor befindet sich im Gegensatz zum ID. Polo weiterhin am Heck.

Bei der Ladeleistung hat sich im Vergleich zum Vorgänger leider wenig getan. Die kleineren Batterien mit 50 und 58 kWh laden weiterhin mit maximal 105 kW, was kein besonders hoher Wert darstellt. VW betont jedoch, dass die Ladekurve über einen längeren Zeitraum auf einem stabil hohen Niveau liegen soll. Die 79-kWh-Batterie lässt sich mit immerhin 183 kW aufladen. An der Wallbox sind maximal 11 kW möglich, eine Option auf 22 kW wird nicht angeboten.

Bild: Volkswagen

Der ID. 3 Neo basiert auf der weiterentwickelten MEB+-Plattform und erhält damit auch ein paar neue Funktionen. Darunter sind auch einige Funktionen, die schon lange fällig waren, wie etwa echtes One-Pedal-Driving oder die Möglichkeit externe Geräte aufzuladen (Vehicle-2-Load). Auch dabei ist das neue Android basierende Infotainmentsystem mit App-Store und ein digitaler Autoschlüssel.

VW ID.3 Neo: Erste Auslieferung ab Juli geplant

Die ersten Modelle des ID. 3 Neo werden ab Juli 2026 ausgeliefert. Die Bestellbücher werden die Händler bereits in diesem Monat öffnen. In Deutschland startet das Basismodell bei 33.995 Euro. Die Preise für die Schweiz liegen uns zum Zeitpunkt der Publikation des Artikels noch nicht vor. Wir werden sie so rasch wie möglich nachreichen.