Auch wenn es bei Volkswagen derzeit ziemlich turbulent zugeht, konnte der deutsche Autobauer seinen Spitzenplatz in der Schweizer Verkaufsstatistik erfolgreich verteidigen. Bis Ende September 2026 setzte VW hierzulande 18’926 Fahrzeuge ab und erreichte damit einen Marktanteil von 10,9 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von 1’238 Fahrzeugen bzw. 7 Prozent.
Die Spitzenposition möchte Volkswagen auch künftig mit einer breit angelegten Elektro-Offensive verteidigen. Der neue VW ID. Polo legte in der Schweiz bereits einen durchaus gelungenen Start hin und konnte beim Generalimporteur AMAG mehr als 1000 Kaufverträge generieren. Damit trifft der kompakte Stromer offensichtlich den Nerv von Herr und Frau Schweizer.
Neben dem ID. Polo steht seit August auch der überarbeitete ID.3 Neo bei den Schweizer VW-Partnern. Gegen Ende des Jahres feiert zudem der kompakte Elektro-SUV ID. Cross seine Markteinführung in der Schweiz. Anfang 2027 setzt Volkswagen die Modelloffensive mit dem neuen ID. Tiguan fort, der am 9. Oktober 2026 seine Weltpremiere feiert.
Meinung
Volkswagen scheint mit seiner Elektro-Offensive zum richtigen Zeitpunkt einen Gang höher zu schalten. Während sich die bisherigen ID.-Modelle preislich eher in der Mittelklasse bewegten, rückt die Marke mit dem ID. Polo erstmals stärker in ein Segment vor, das für deutlich mehr Käuferinnen und Käufer erschwinglich ist. Die mehr als 1000 Kaufverträge noch vor der eigentlichen Markteinführung zeigen, dass die Nachfrage nach bezahlbaren Elektroautos auch in der Schweiz vorhanden ist.
Entscheidend dürfte jedoch sein, dass Volkswagen nicht alles auf ein einzelnes Modell setzt. Mit ID. Polo, ID.3 Neo, ID. Cross und dem kommenden ID. Tiguan deckt die Marke innerhalb kurzer Zeit gleich mehrere wichtige Fahrzeugklassen ab. Gerade der ID. Cross und der ID. Tiguan könnten für den Schweizer Markt besonders interessant werden, schliesslich sind kompakte und mittelgrosse SUVs hierzulande weiterhin sehr gefragt.
Ob Volkswagen seine Spitzenposition damit langfristig sichern kann, hängt jedoch nicht allein von der Anzahl neuer Modelle ab. Auch der Preis und die Ausstattung müssen überzeugen. Gerade in diesen Bereichen wächst der Druck durch chinesische Hersteller wie BYD, Geely und Leapmotor, die ihr Angebot in der Schweiz kontinuierlich ausbauen.