PocketBook schrumpft den klassischen E-Reader auf beinahe Smartphone-Grösse. An der IFA 2026 in Berlin zeigt der Hersteller erstmals den PocketBook Q mit 5,84-Zoll-E-Ink-Display, physischen Tasten und Hörbuch-Support. In den Handel kommen soll das kompakte Gerät noch dieses Jahr.
E-Reader im Hosentaschenformat sind aktuell der neuste Schrei. Marken wie Boox oder Xteink setzen auf das kleine Format. Nun zieht der Schweizer Anbieter PocketBook nach.
E-Ink im Smartphone-Format
Das auffälligste Merkmal ist das 5,84 Zoll grosse E-Ink-Carta-1300-Touchdisplay. Damit fällt der PocketBook Q kleiner aus als viele aktuelle E-Reader und soll problemlos in Jacken oder kleineren Taschen verschwinden.
Für die Bedienung mit einer Hand gibt es seitliche Blättertasten. Die Frontbeleuchtung erlaubt es, sowohl Helligkeit als auch Farbtemperatur anzupassen. Fürs Lesen im Dunkeln steht zudem ein Dark Mode zur Verfügung.

PocketBook verspricht eine Akkulaufzeit von mehr als einem Monat. Wie bei E-Readern üblich dürfte die tatsächliche Laufzeit allerdings stark davon abhängen, wie intensiv Beleuchtung, Bluetooth und andere Funktionen genutzt werden.
Das Gehäuse ist nach IPX4 gegen Spritzwasser geschützt. Ein Bad in der Badewanne sollte man dem Q damit besser nicht zumuten.
Bücher rein, aber auch Hörbücher
PocketBook setzt beim Q auf ein Linux-basiertes Betriebssystem. Laut der Medienmitteilung unterstützt das Gerät 25 E-Book-Formate und kommt sowohl mit Adobe DRM als auch LCP DRM zurecht.
Für die digitale Bibliotheksausleihe ist «PocketBook x Libby» von OverDrive vorinstalliert. Über PocketBook Cloud und die PocketBook Reader-App lassen sich ausserdem Bücher, Lesefortschritt und Lesezeichen zwischen Geräten synchronisieren.
Intern stehen 32 GB Speicher zur Verfügung, das reicht also für eine ganze Menge Bücher.
Lesen oder zuhören
Der Q kann zudem Hörbücher und andere Audioformate wiedergeben. Kopfhörer und Lautsprecher werden über Bluetooth verbunden. Einen integrierten Lautsprecher erwähnt PocketBook in der Ankündigung nicht.
Ebenfalls dabei ist Text-to-Speech. Damit kann sich die Nutzerin oder der Nutzer Texte vorlesen lassen – praktisch etwa dann, wenn aus Lesen unterwegs plötzlich Zuhören werden soll. Damit bietet der Q eine ähnliche Ausstattung wie andere E-Reader von PocketBook:

Preis und Release
Der PocketBook Q soll im vierten Quartal 2026 in Silber erscheinen. PocketBook nennt für Deutschland eine unverbindliche Preisempfehlung von 199 Euro. Hierzulande würde ich also mit rund 200 Franken rechnen. Damit liegt der Preis über den Modellen des chinesischen Herstellers Xteink, aber noch unter jenen von Onyx Boox.
