Eine Visualisierung einer Schnellladestation von Joya.
Joya ist neu die grösste E-Mobilitätsanbieterin in der Schweiz | Bild: Joya
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Paukenschlag im Schweizer Ladenetz: Vier Anbieter werden zu Joya

Gofast, Swisscharge, Move und Energie 360° Mobilität werden Joya. Was sich beim Laden ändert und was zu den neuen Abos bekannt ist.

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Paukenschlag in der Schweizer Ladebranche: Die vier Anbieter Gofast, Swisscharge, Move Mobility und Energie 360° Mobilität schliessen sich zusammen und treten künftig unter der gemeinsamen Marke Joya auf. Mit mehr als 25’000 Ladepunkten, darunter über 1’800 eigenen Schnellladepunkten, und über 150’000 aktiven Nutzerinnen und Nutzer wird Joya zur grössten E-Mobilitätsanbieterin der Schweiz.

Doch was bedeutet der Zusammenschluss für bestehende Kundinnen und Kunden von Gofast, Swisscharge und Move? Laut Joya-Chef Reto Baschera soll die gemeinsame Marke das Laden von Elektroautos vor allem einfacher und zugänglicher machen. Statt mehrerer Apps, unterschiedlicher Konditionen und verschiedener Ansprechpartner gibt es bei Joya künftig alles aus einer Hand.

Im Zuge des Zusammenschlusses lanciert Joya neue Abonnements für das Laden an den mehr als 2’200 eigenen Ladepunkten in der Schweiz. Konkrete Details zu den Preisen und Konditionen wurden bislang jedoch nicht bekannt gegeben. Unternehmen sowie Flottenkundinnen und -kunden erhalten zudem Zugriff auf ein digitales Kundenportal, über das sich Nutzergruppen, Tarife und Ladestationen zentral verwalten lassen.

Schweizer Ladenetz wird weiter ausgebaut

Bis 2030 will Joya rund 150 Millionen Franken in den weiteren Ausbau der Schweizer Ladeinfrastruktur investieren. Damit möchte das Unternehmen seine Position als Nummer eins im hiesigen E-Mobilitätsmarkt nicht nur halten, sondern gezielt ausbauen, betont Baschera. Die ersten Ladestandorte präsentieren sich bereits im neuen Joya-Design. In den kommenden Monaten sollen auch alle weiteren Standorte schrittweise auf den neuen Markenauftritt umgestellt werden.

Gute Nachrichten gibt es auch für die rund 140 Mitarbeitenden der beteiligten Unternehmen: Laut Joya bleiben sämtliche Arbeitsplätze erhalten. Der Hauptsitz des neuen Unternehmens befindet sich in Zürich, weitere Niederlassungen bestehen in Fribourg, Lausanne, Lugano und Gossau (SG). Damit möchte Joya seine regionale Verankerung und die schweizweite Präsenz unterstreichen.

Meinung zum Zusammenschluss

In erster Linie bin ich auf die Ladepreise gespannt. Eine gemeinsame App und ein grösseres Ladenetz sind zwar praktisch, entscheidend ist jedoch, was am Ende pro Kilowattstunde bezahlt werden muss. Gerade Kundinnen und Kunden ohne eigene Wallbox, die regelmässig öffentliche Ladestationen nutzen, dürften die angekündigten Abonnements deshalb mit Interesse verfolgen. Attraktiv wird das Angebot vor allem dann, wenn eine überschaubare Grundgebühr die Ladekosten spürbar senkt und sich das Abo auch ohne besonders hohe monatliche Fahrleistung lohnt.

Solange Joya keine konkreten Preise und Konditionen nennt, bleibt dies allerdings nur ein Versprechen. Umso wichtiger ist eine transparente Preisgestaltung. Kundinnen und Kunden sollten auf den ersten Blick erkennen können, ob sich ein Abonnement für sie lohnt und welche zusätzlichen Kosten anfallen. Faire Ladepreise sollte Joya jedoch auch all jenen bieten, die nur gelegentlich laden und kein Abo abschliessen möchten.

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