Amazon bereitet offenbar eine grössere Auffrischung seiner Kindle-Reihe vor. Neben mehr Leistung für neue KI-Funktionen dürfte vor allem eine Änderung ins Auge stechen: Die Akkus sollen sich künftig einfacher austauschen lassen. Hintergrund ist eine neue EU-Vorschrift, die Anfang 2027 in Kraft tritt.
Kindle eReaders sind fast wie ein Apple-Produkt. Soll heissen: ein ziemlich geschlossenes System. Wer sein Gerät reparieren oder den altersschwachen Akku austauschen wollte, kam alleine – und ohne die nötigen Fähigkeiten – nicht sehr weit.
Künftig könnte das anders aussehen. Laut einem Bericht von «The Good eReader» plant Amazon mehrere neue Kindle-Modelle für Ende 2026. Statt verklebter Akkus sollen diese mit handelsüblichen Schrauben befestigt werden und sich deutlich einfacher ersetzen lassen.
EU-Gesetz sorgt für Umdenken
Der Auslöser ist nicht freiwillig. Die Europäische Union verschärft ihre Vorgaben für Geräteakkus. Hersteller müssen künftig dafür sorgen, dass Batterien einfacher ausgetauscht werden können. Das betrifft nicht nur Smartphones, sondern auch E-Reader.
Für Amazon bedeutet das eine grundlegende Überarbeitung der bisherigen Hardware. Die aktuellen Kindle-Modelle setzen auf verklebte Gehäuse und Akkus – ein Design, das Geräte zwar dünner macht und besser gegen Wasser schützt, Reparaturen aber zu einem ziemlichen Geraffel machen.

Mehr KI im eReader
Neben den baulichen Änderungen sollen die neuen Geräte auch technisch aufgerüstet werden. Erwartet werden schnellere Prozessoren und mehr Arbeitsspeicher. Damit könnte Amazon seine KI-Funktionen weiter ausbauen.
Bereits heute bieten Kindle-Geräte Funktionen wie «Kindle Recaps» oder «Story So Far», die Leser beim Wiedereinstieg in Bücher unterstützen. Mit leistungsfähigerer Hardware wären künftig komplexere KI-Funktionen denkbar.
Noch hat Amazon die neuen Kindle-Modelle nicht offiziell angekündigt. Sollte sich der Bericht bestätigen, könnten Ende 2026 jedoch die bislang reparaturfreundlichsten Kindle-Geräte auf den Markt kommen.
