Sind bald nur noch Archive: alte Kindle-eReader.
Sind bald nur noch Archive: alte Kindle-eReader. (Bild: Unsplash / Balázs Kétyi)
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Kindle killt Support für alte Geräte

Chris Bucher
Chris Bucher

Wer noch einen älteren Amazon Kindle nutzt, muss sich auf einen harten Schnitt einstellen. Ab dem 20. Mai 2026 verlieren gewisse Modelle nicht nur den Software-Support, sondern auch den Zugang zu Amazons Diensten. Damit werden die Geräte praktisch zu digitalen Inseln – mit klaren Konsequenzen für Nutzerinnen und Nutzer.

Laut einer Mitteilung von Amazon betrifft die Änderung ältere Kindle-Generationen, die bis und mit 2012 auf den Markt kamen. Für diese Geräte gibt es künftig keine Software-Updates und keinen Zugriff auf Online-Dienste mehr. Faktisch werden sie also vom Internet gekappt.

Betroffen sind folgende Geräte:

  • Kindle der 1. Generation
  • Kindle der 2. Generation
  • Kindle DX
  • Kindle DX Graphit
  • Kindle Keyboard (3. Generation)
  • Kindle 4
  • Kindle Touch
  • Kindle 5
  • Kindle Paperwhite (1. Generation)

Neue Bücher lassen sich also nicht mehr direkt aufs Gerät laden. Selbst bereits gekaufte Titel können zum Problem werden – etwa dann, wenn das Gerät zurückgesetzt oder vom Konto getrennt wird. In so einem Fall gibt es keinen Weg zurück.

Ganz wegschmeissen musst du deinen alten Kindle aber nicht. Alles, was bereits auf dem Gerät gespeichert ist, bleibt lesbar. Parallel bleiben die gekauften eBooks über die Kindle-App oder den Browser weiterhin zugänglich.

Warum macht Amazon das?

Eine offizielle, detaillierte Begründung gibt das Unternehmen nicht bekannt. Gegenüber BBC erklärte Amazon nur, dass sich die Technologie weiterentwickelt habe.

Zwischen den Zeilen heisst das, dass die alte Hardware mit neuen Funktionen oft nicht mehr mithalten kann. Für Amazon würde das bedeuten, mehrere Software-Versionen parallel zu pflegen – und darauf hat das Unternehmen offenbar keine Lust.

Einerseits ist es technisch nachvollziehbar, alte Geräte irgendwann fallen zu lassen. Andererseits zeigt der Fall einmal mehr, wie eng Hardware und Online-Dienste heute verzahnt sind. Ohne Cloud-Anbindung wird selbst ein funktionierendes Gerät schnell unbrauchbar.

Meinung:

Apple macht's vor, Amazon zieht nach. Nachdem ich mein altes iPad kaum noch effizient nutzen kann, weil Apple keine Updates mehr ermöglicht, ist jetzt also auch der Kindle dran.

Zwar steht mein Gerät noch nicht auf der Abschussliste, das dürfte aber bei der aktuellen Entwicklung aber nur eine Frage der Zeit sein. Find ich richtig geil (Ironie). Denn warum auch perfekt funktionierende Geräte weiterhin supporten, wenn man Kundinnen und Kunden dazu zwingen kann, neue Geräte zu kaufen und damit viel Elektroschrott zu produzieren?