Jahrelang kamen gefühlt vor allem grosse Elektro-SUVs auf den Markt. Spätestens seit diesem Jahr zeichnet sich nun eine Trendwende ab: Der VW-Konzern schickt gleich mehrere kompakte Stromer rund um den ID. Polo ins Rennen. Dazu kommen der optisch richtig gelungene Renault 5 E-Tech Electric und Modelle aus China wie der noch in diesem Jahr in der Schweiz startende Geely E2.
Mit dem MG2, der bislang als Konzeptfahrzeug MG GO bekannt ist, dürfte im kommenden Jahr eine weitere spannende Alternative zum ID. Polo folgen. Die zum chinesischen SAIC-Konzern gehörende Marke MG will den Elektro-Kleinwagen offenbar in der spanischen Region Galicien bauen lassen. Damit könnte MG die EU-Strafzölle auf in China produzierte Elektroautos umgehen.
Das geplante Werk in Spanien, in dem künftig ungefähr 120'000 Fahrzeuge pro Jahr produziert werden sollen, soll zum erwarteten Marktstart im kommenden Jahr allerdings noch nicht bereit sein. Die ersten MG2 werden deshalb aus China importiert. Erst später, möglicherweise Ende 2027 oder Anfang 2028, sollen die in Europa produzierte Fahrzeuge in den Verkauf gehen.

MG hat ambitionierte Ziele mit dem MG2
Die Technik des MG2 stammt wenig überraschend aus China: Er soll auf derselben Plattform basieren wie der MG4 Urban. Das Design soll hingegen in London entstanden sein. Damit knüpft MG zumindest optisch an seine britischen Wurzeln an. Das Konzeptfahrzeug MG GO soll laut Hersteller «Charakter, Charisma und eine gewisse Schärfe» ausstrahlen. Wie viel davon beim Serienmodell übrig bleibt, wird sich zeigen.
Mit dem MG2 hat die britisch-chinesische Marke ambitionierte Ziele: MG plant offenbar mit rund 73'000 Fahrzeugen pro Jahr. Bleibt das Serienmodell nah am Konzept und bietet es eine gute Ausstattung zu einem attraktiven Preis, könnte dieses Ziel durchaus erreichbar sein.