Mercedes meldet «aussergewöhnlich hohe Nachfrage» nach dem elektrischen GLC
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Mercedes meldet «aussergewöhnlich hohe Nachfrage» nach dem elektrischen GLC

Der elektrische Mercedes GLC ist stärker gefragt als erwartet. Wer jetzt bestellt, wartet bis 2027 – je nach Variante beträgt die Lieferzeit bis zu ein Jahr.

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Für die Hersteller von Elektroautos kommen die weiterhin hohen Preise an der Zapfsäule nicht ungelegen – im Gegenteil. Die Zahlen deuten darauf hin, dass sich dadurch immer mehr Menschen für ein vollelektrisches Modell interessieren. Das spürt auch Mercedes: Ein Modell stösst laut dem deutschen Autobauer auf eine «aussergewöhnlich hohe Nachfrage», die offenbar selbst die Erwartungen des Herstellers übertrifft.

Beim besagten Modell handelt es sich um den elektrischen GLC, wie Mercedes gegenüber der Automobilwoche bestätigt hat. Die Auftragsbücher sind offenbar so gut gefüllt, dass die Produktion für die kommenden Monate bereits ausgebucht ist. Wer den Elektro-SUV jetzt bestellt, muss sich deshalb bis ins nächste Jahr gedulden. Je nach Modellvariante soll die Wartezeit inzwischen sogar bis zu einem Jahr betragen.

Volle Auftragsbücher sind für Hersteller erfreulich, doch lange Lieferzeiten bergen auch Risiken. Nicht alle wollen oder können monatelang auf ihr neues Auto warten. Wer kurzfristig ein Fahrzeug benötigt, dürfte sich deshalb auch bei der Konkurrenz umsehen. Können chinesische Hersteller schneller liefern, könnte sich der eine oder andere Kunde für deren Modelle entscheiden.

Hinzu kommt, dass viele Autobauer mit Elektroautos weiterhin geringere Margen erzielen als mit Verbrennern. Auch Mercedes kann diese Lücke erst bis Ende des Jahrzehnts schliessen. Günstigere Batterien und effizientere Produktionsverfahren sollen dabei helfen. Ein Ansatz ist das sogenannte Gigacasting bzw. Megacasting, bei dem grosse Gussteile zahlreiche einzelne Karosseriebauteile ersetzen. Das kann die Fertigung vereinfachen und Kosten senken.

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