Das Entwicklerteam von Creative Assembly und Sega haben auf YouTube ein Entwickler-Q&A zum Horrorgame «Alien: Isolation 2» veröffentlicht. Zwischen ein paar eher skurrilen Fragen verrät das Team, wie sich der Nachfolger spielen soll.
Eng und weit zugleich
Der erste Teil lebte von seinen engen Korridoren, Lüftungsschächten und Spinden auf der Raumstation Sevastopol. Ganz verabschieden will sich das Team davon nicht. «Alien: Isolation 2» soll laut Q&A eine Mischung bieten: klaustrophobische Innenräume, wie man sie aus dem Original kennt, und dazu weite, offene Gebiete, in denen das Alien auf der Lauer liegt und Jagd auf uns macht.
Das passt zu dem, was der Trailer vom Summer Game Fest im Juni gezeigt hat. Statt Raumstation waren dort ein verregnetes Sumpf- und Waldgebiet sowie heruntergekommene Labors zu sehen. Wir haben damals über den Trailer berichtet.
Kein Durchgang wie der andere
Art Director Ana Sopikova spricht im Video davon, dass sich kein Spieldurchgang wie der andere anfühlen soll. Viele Ereignisse seien nicht gescriptet, sondern würden anhand des Verhaltens der Spielenden ausgelöst.
Wie gut das in der Praxis funktioniert, lässt sich erst sagen, wenn das Spiel draussen ist. Schon im ersten Teil war das unberechenbare Alien das Herzstück und der Hauptgrund, warum viele das Spiel bis heute als eines der unheimlichsten Horrorgames überhaupt bezeichnen – ich inklusive. Der Titel ist auf meiner Gruselliste weit oben.
Alte Hasen, frisches Blut und das klassische Alien
Laut Creative Director Al Hope arbeiten am Nachfolger viele Leute mit, die schon bei «Alien: Isolation» dabei waren, aber auch frisches Blut. Neue Gesichter beim Gegner gibt es dagegen nicht. Laut Hope bekommen wir es in «Alien: Isolation 2» weiterhin mit der klassischen Kreatur von H. R. Giger aus dem Originalfilm von 1979 zu tun. Darauf habe das erste Spiel basiert, und diesem Kern wolle man treu bleiben, sagt er im Video.
Das Alien hört mit
Zurück ist auch die Mikrofon-Funktion, die es schon im ersten Teil gab. Sie lässt sich wahlweise an- oder ausschalten. Ist sie aktiv, reagiert das Alien auf Geräusche aus dem echten Wohnzimmer. Wer also mitten im Versteckspiel einen Niesanfall hat, wird gehört und gefressen. Zumindest virtuell.
Wann genau es losgeht, ist noch nicht klar. Einen Release-Termin gibt es weiterhin nicht. Angekündigt ist das Spiel für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC.
Das ganze Q&A gibt es hier:
Auch im Kino tut sich etwas
Nicht nur in Games ist das Alien wieder unterwegs. Wie wir vergangene Woche berichtet haben, entwickelt 20th Century Studios laut The Hollywood Reporter einen neuen «Alien»-Film, der an «Prometheus» (2012) und «Alien: Covenant» (2017) anknüpfen soll. Das Drehbuch schreibt Aaron Guzikowski («Prisoners», «Raised by Wolves»), Ridley Scott produziert. Einen Starttermin gibt es noch nicht.
Wer bis dahin Nachschub braucht: Die zweite Staffel von «Alien: Earth» wird seit Juli gedreht, die Serie läuft in der Schweiz auf Disney+.