Nein, das ist nicht «The End of Oak Street». Das ist die Budget-Version «Jurassic Rampage».
Nein, das ist nicht «The End of Oak Street». Das ist die Budget-Version «Jurassic Rampage». (Bild: Screenshot Trailer / The Asylum)
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«Jurassic Rampage»: The Asylum schickt Billig-Dinos los

Chris Bucher
Chris Bucher

Morgen startet mit «The End of Oak Street» ein hochkarätig besetzter Dinofilm in den Schweizer Kinos. Ich durfte den Streifen von David Robert Mitchell im Voraus sehen und habe dazu hier eine Filmkritik verfasst:

«The End of Oak Street» Kritik: Die Überraschung des Sommers
«The End of Oak Street» liefert viel Dinoaction mit Starbesetzung. Ob der Film was taugt, liest du in meiner Filmkritik.

Und wo ein potentieller Blockbuster in den Startlöchern steht, sind die Jungs und Mädels der amerikanischen Trash-Film-Schmiede «The Asylum» nicht weit. Das Studio hat es zum Geschäftsmodell gemacht, kostengünstige (um wertefrei zu bleiben) Versionen der grossen Vorbilder auf den Markt zu werfen. Idealerweise noch vor dem Blockbuster. So sind Filme wie «Transmorphers» und «Master of the Universe» entstanden.

Mit «Jurassic Rampage» schickt das Studio nun den nächsten sogenannten «Mockbuster» ins Rennen, um sich auf dem Nacken von «The End of Oak Street» ein paar Dollars einzuheimsen. Zum Knock-Off gibt es mittlerweile einen ersten Trailer:

In «Jurassic Rampage» brechen Dinosaurier aus einem gepanzerten Lastwagen der Armee auf (hallo, erinnert sich hier noch jemand an «Carnosaurus 3»?) und machen anschliessend eine amerikanische Vorstadt unsicher.

Die Parallelen zu «The End of Oak Street» sind dabei kaum zu übersehen. Selbst einzelne Einstellungen erinnern stark an das grosse Vorbild. In den USA ist «Jurassic Rampage» bereits digital erhältlich. Wann und über welchen Anbieter der Film in der Schweiz erscheint, ist derzeit nicht bekannt.

«Resident Zombie» und «Insidious Possession» stehen schon bereit

Mit «Jurassic Rampage» ist die Mockbuster-Saison noch nicht beendet. The Asylum hat noch ein paar weitere Filme in petto. Mit «Resident Zombie» nimmt sich das Studio offensichtlich Zach Creggers kommendes «Resident Evil»-Reboot vor.

Und «Insidious Possession» dürfte wiederum niemand zufällig so genannt haben. Der Titel erinnert nicht gerade subtil an den kommenden Horrorfilm «Insidious: Out of the Further», der im Herbst in den hiesigen Kinos startet.

Wie entsteht eigentlich ein Mockbuster?

Spannender als die Filme ist aber die Frage, wie solche Billig-Produktionen überhaupt entstehen. Einen direkten und gnadenlos ehrlichen Einblick liefert der Dokumentarfilm «Mockbuster» von Anthony Frith.

Die Doku begleitet den Hobbyfilmer Frith, der sich auf simple Nachfrage einen Regiejob bei The Asylum angelt und damit beauftragt wird, ein weiteres Remake von «The Land That Time Forgot» zu stemmen. Die Crux an der Sache: Für den Dreh hat er gerade einmal sechs Tage Zeit.

Wer also wissen will, warum Asylum-Filme sind, wie sie sind, dem sei «Mockbuster» wärmstens empfohlen. Den Film gibts unter anderem auf Amazon Prime.