Bei der Vorstellung von iOS 27 drehte sich zwar wenig überraschend vieles um die neue künstliche Intelligenz namens „Siri AI”, doch Apple präsentierte auch einige weitere spannende neue Funktionen, die ab Herbst auf zahlreichen iPhones verfügbar sein werden. Als Familienvater habe ich mich besonders über die stark verbesserten Kinderschutzfunktionen unter iOS 27 gefreut.
Bisher war ich mit den bestehenden Funktionen unter iOS alles andere als zufrieden. Vieles ist viel zu umständlich oder gar nicht erst implementiert. Das war auch ein Grund, weshalb meine 11-jährige Tochter nun kein iPhone mehr nutzt, sondern ein Android-Smartphone. Besonders genervt habe ich mich über die Einstellungen für die Bildschirmzeit, etwas das mit Googles Family Link ganz easy konfiguriert werden kann.

Apple scheint jedoch erkannt zu haben, dass die Kinderschutzfunktionen unter iOS noch ausbaufähig sind. Mit iOS 27 bringt Apple nun ein Werkzeug für Eltern, mit dem sich Apple-Geräte viel einfacher konfigurieren lassen. Grundlage ist weiterhin der Kinder-Account, der für Nutzer:innen unter 13 Jahren vorgeschrieben ist. Neu ist jedoch ein Einrichtungsassistent, der Eltern Schritt für Schritt bei der Einrichtung unterstützt.
Mithilfe des Einrichtungsassistenten lässt sich gleich zu Beginn festlegen, welche Apps auf dem Gerät installiert werden sollen. Zur Auswahl stehen auch einige von Apple ausgewählte Apps, die für das jeweilige Alter des Kindes geeignet sind. Interessant sind auch die Funktionen „Ask to Buy” und „Ask to Browse”: Das Kind muss aktiv bei einem Elternteil anfragen, ob eine App gekauft oder eine bestimmte Website besucht werden darf. Diese Funktion ist bei Family Link schon länger verfügbar.

Und ja, Apple bringt nun auch endlich eine vernünftige Möglichkeit, um die Bildschrimzeit einzuschränken. Es lassen sich für jeden Tag individuelle Zeiten festlegen. So kann das Gerät während Schulzeiten etwa stark eingeschränkt werden und der Zugriff ist nur auf vorab freigegebene Apps möglich. Ausserdem lassen sich auch für bestimmte App-Kategorien individuelle Zeiten festlegen. Eltern haben die Möglichkeit die Zeiten zu verlängern oder zu pausieren.
Schon länger hat Apple in der Nachrichten-App und in FaceTime ein Filter integriert, der etwa nackte Haut erkennt. Neu soll der Filter darüber hinaus auch Gewalt oder sonstige verstörende Darstellungen erkennen und diese direkt blockieren. Für Entwickler gibt es neue Schnittstellen, die genutzt werden können, um die Apps auch vor Kindern zu schützen. Die neuen Kinderschutzfunktionen sind in iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 (Golden Gate) integriert.
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