Bis zur Rückkehr des Klassikers dauert es nicht mehr lange: Am 28. Juli erscheint «Halo Campaign Evolved» für Xbox Series, PC und erstmals auch für PlayStation 5. In einem Community-Q&A haben die Entwickler weitere Details verraten – darunter einige Funktionen, die Fans des Originals bekannt vorkommen dürften.
Third-Person erst nach Fund eines versteckten Schädels
Wer «Halo» wie früher aus der Egoperspektive spielen möchte, kann das weiterhin tun. Neuerdings gibt es aber auch die Möglichkeit, den Shooter in der Third-Person-Ansicht zu zocken. Die optionale Third-Person-Ansicht muss allerdings zuerst freigeschaltet werden. Dazu müssen Spieler in einer der 13 Missionen den versteckten «Perspective»-Schädel finden.
Ebenfalls zurück ist ein Stück Halo-Geschichte: Der bekannte «Backpack Reload»-Glitch aus dem Original wurde als offizielles Feature neu umgesetzt. Über den «Stowed Reload»-Schädel laden Waffen auch dann weiter nach, wenn sie gerade nicht in der Hand gehalten werden.
Koop passt sich an die Spielerzahl an
Laut dem Entwickler-Q&A wurde auch der Koop-Modus überarbeitet. Missionen skalieren je nach Anzahl der Spieler. Mit mehr Mitspielern tauchen zusätzliche Gegner auf, die teilweise auch höhere Ränge besitzen.
Zudem soll die KI intelligenter agieren. Gegner weichen Granaten besser aus und ziehen sich zurück, um ihre Schilde wieder aufzuladen.
Neu sind ausserdem individuelle Difficulty Modifiers. Jeder Spieler kann verschiedene Werte separat anpassen, darunter:
- Schadensresistenz
- Schildregeneration
- Waffenschaden
- Nahkampfschaden
- verfügbare Munition
So können unterschiedlich erfahrene Spieler gemeinsam spielen, ohne dass alle denselben Schwierigkeitsgrad wählen müssen. Einige Erfolge bleiben allerdings deaktiviert, sobald diese Optionen verwendet werden.
Keine angepassten Rüstungen in Zwischensequenzen
Nicht alle Entscheidungen dürften bei Fans gleich gut ankommen. Zwar lassen sich Spartans individuell gestalten, in den Zwischensequenzen werden die angepassten Rüstungsteile jedoch ausgeblendet. Die Entwickler begründen das damit, dass die Inszenierung möglichst nah am Original bleiben soll.
Einen klassischen Foto-Modus gibt es ebenfalls nicht. Wer trotzdem spektakuläre Bilder machen möchte, kann zwei Schädel kombinieren: «Blind» blendet HUD, Waffen und Hände aus, während «Acrophobia» freies Fliegen durch die Spielwelt ermöglicht. Damit kann in Kombi mit der Screenshot-Funktion der Konsole quasi ein Fotomodus herbeigezaubert werden.
Verwirrung um Splitscreen-Koop auf PS5
Für Diskussionen sorgte zuletzt die offizielle FAQ. Dort war zunächst angegeben worden, dass für lokalen Splitscreen-Koop auf der PS5 für beide Spieler ein PlayStation-Plus-Abo nötig sei.
Diese Information wurde inzwischen korrigiert. Für den lokalen Splitscreen-Koop ist kein PlayStation Plus erforderlich. Allerdings benötigt jeder Spieler ein eigenes PlayStation-Konto.
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Meinung
Das Q&A zeigt, dass die Entwickler einerseits möglichst viel vom ursprünglichen «Halo»-Gefühl bewahren wollen, andererseits aber gezielt moderne Komfortfunktionen ergänzen. Besonders die anpassbaren Schwierigkeitsoptionen und der skalierende Koop-Modus könnten dafür sorgen, dass sich der Klassiker auch 2026 problemlos gemeinsam spielen lässt.
Während Sony also immer mehr mauert und Exklusivtitel nicht mehr auf PC und Co. bringt, geht (oder nach aktuellen Entwicklungen wohl eher: ging) Microsoft den sympathischeren Weg. Ich als PS-Spieler freue mich auf jeden Fall, «Halo» erstmals zu spielen. Und dank dem Splitscreen-Koop kann sogar meine Partnerin ihre Nostalgie auffrischen.
