Die neue «Harry Potter»-Serie orientiert sich optisch ziemlich deutlich an der bekannten Filmwelt – zumindest soweit das aus den bisher veröffentlichten Trailer zu entnehmen ist. Beim Sound soll das anders werden: Hans Zimmer, der den Soundtrack des Reboots beisteuert, will musikalisch bewusst Abstand von John Williams halten.
Wer bei «Harry Potter» an Musik denkt, dürfte ziemlich schnell eine bestimmte Melodie im Kopf haben. John Williams’ «Hedwig’s Theme» ist über die Jahre praktisch zum akustischen Logo der Zauberwelt geworden. Sei es für die acht Filme der Hauptreihe als auch das nach drei Filmen vorzeitig beendete «Fantastic Beasts»-Franchise. Für Hans Zimmer macht das seine Arbeit an der kommenden HBO-Serie nicht gerade einfacher.
Im Gespräch mit Collider erklärte Zimmer, wie einschüchternd es sei, in die Fussstapfen von Williams zu treten. Gleichzeitig machte er klar, dass er gar nicht erst versuchen will, dessen Stil zu kopieren.
Zimmer kennt diese Situation bereits. Für Zack Snyders «Man of Steel» von 2013 musste er Superman musikalisch neu interpretieren – eine Figur, deren Kino-Sound zuvor ebenfalls stark mit John Williams verbunden war. Williams hatte die Musik für «Superman» von 1978 und dessen Fortsetzung komponiert.

Diese Erfahrung prägt nun offenbar auch Zimmers Ansatz bei «Harry Potter». Gegenüber Collider sagte er, dass er ohnehin nicht wie Williams schreiben könne. Und selbst wenn er es könnte, würde er versuchen, möglichst weit davon wegzugehen und etwas Eigenständiges zu schaffen.
Ob Zimmer tatsächlich komplett ohne musikalische Verweise auf Williams auskommt, bleibt abzuwarten. Die erste Staffel der «Harry-Potter»-Serie startet erst am 25. Dezember 2026 und adaptiert «Harry Potter und der Stein der Weisen». HBO plant grundsätzlich, die sieben Bücher in je einer Staffel zu verfilmen.
