Das Luna Band kommt für 145 Euro auf den Markt.
Das Luna Band kommt für 145 Euro auf den Markt. | Bild: Luna
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Garmin Cirqa und Fitbit kriegen Konkurrenz aus Asien

Pascal Scherrer
Pascal Scherrer

Fitnesstracker ohne Display scheinen das nächste grosse Ding zu sein. Immer mehr Hersteller steigen auf den Trend auf. Zuletzt war das Garmin mit dem Cirqa, nur rund drei Monate zuvor Google mit dem Fitbit Air.

Nun kriegen die beiden Platzhirsche Konkurrenz aus Asien: Der hierzulande noch eher unbekannte Hersteller Luna hat mit dem Luna Band sein erstes Fitnessband in den Verkauf geschickt. Das bereits an der CES 2026 vorgestellte Gerät ist ab dem 7. September weltweit erhältlich.

Auffällig ist vor allem das Geschäftsmodell: Für die Nutzung der zugehörigen App und der LifeOS-Plattform verlangt Luna kein Abonnement. Diesen Ansatz verfolgen auch Garmin und Google. Damit wird die Luft für Whoop, die ein Abo voraussetzen, immer dünner. Auch aus diesem Grund dürfte Whoop wohl aktuell ein neues Preismodell testen.

Bis zu zehn Tage Akkulaufzeit

Zur Ausstattung gehören ein optischer Herzfrequenzsensor, ein Beschleunigungssensor, ein Gyroskop sowie Sensoren für Hauttemperatur und Blutsauerstoff. Gemessen werden unter anderem Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (HRV), Schlaf und Aktivität.

Das Band unterstützt zudem mehr als 60 Sportmodi und kann fünf Aktivitäten automatisch erkennen. Eine Wasserdichtigkeit von 5 ATM soll auch das Tragen beim Schwimmen erlauben.

Ein eigenes GPS-Modul besitzt das 24 Gramm schwere Luna Band nicht. Für Positionsdaten greift es auf das gekoppelte Smartphone zurück. Laut Hersteller hält der Akku bei typischer Nutzung bis zu zehn Tage durch; eine vollständige Ladung soll rund 60 Minuten dauern.

LifeOS wertet die Daten aus

Ausgewertet werden die Tracking-Daten in der eigenen App, deren Software Luna LifeOS nennt. Sie soll die gesammelten Daten nicht nur anzeigen, sondern daraus personalisierte Hinweise etwa zu Schlaf, Training, Erholung oder Flüssigkeitszufuhr ableiten. Also eigentlich alles, was die Konkurrenz auch macht.

Das Luna Band funktioniert mit iOS und Android. Als Integrationen nennt der Hersteller Apple Health, Google Fit und Clue. Die Luna-App sowie LifeOS sollen ohne zusätzliche Gebühren nutzbar sein.

Preis und Verfügbarkeit

Das Band kommt in drei Farben auf den Markt: Aloe Green, Onyx Black und Desert Beige. In den USA kostet das Luna Band 149 US-Dollar, in Europa 149 Euro und in Grossbritannien 129 Pfund. Einen eigenen Preis in Schweizer Franken nennt der Hersteller nicht. Damit bleibt unklar, ob das Luna Band in der Schweiz offiziell erscheinen wird.

Luna ist ein Tochterunternehmen der indischen Firma Noise, die 2013 gegründet wurde. Bisher ist Luna vor allem durch smarte Ringe aufgefallen. In Indien ist der Hersteller bereits einer der erfolgreichsten Wearable-Hersteller. Nun möchte man sich scheinbar auch im Westen etablieren.