Als «Dragon Ball Super» 2015 im japanischen Fernsehen startete, war die Freude bei den Fans gross – und der Ärger kurz darauf auch. Vor allem die ersten Folgen fielen mit teils krummen Animationen auf, die im Netz schnell zum Running Gag wurden. Mehr als zehn Jahre später bekommt die Serie nun eine zweite Chance: «Dragon Ball Super: Beerus» erzählt die Geschichte neu, und Netflix ist mit an Bord. Das Franchise ist ohnehin gerade überall. Kürzlich hat sich sogar Lego «Dragon Ball» ins Klötzchen-Universum geholt.
In der Nacht auf den 1. Oktober hat Netflix den offiziellen Trailer veröffentlicht und bestätigt, dass die Neuauflage im Oktober startet. Für Netflix ist das nach dem Rekorderfolg von «KPop Demon Hunters», dessen Fortsetzung 2029 sogar ins Kino kommt, ein weiteres grosses Anime-Projekt. Doch was heisst das für Fans in der Schweiz, die ein Netflix-Abo haben?
Startet «Dragon Ball Super: Beerus» auch in der Schweiz?
Ab dem 17. Oktober sollen die Folgen wöchentlich bei Netflix erscheinen. Neben den USA nennen Berichte aus der Netflix-App unter anderem Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Portugal als Startländer, Australien und Neuseeland folgen bereits einen Tag früher. Die Schweiz taucht in diesen Listen bisher nicht ausdrücklich auf, und auch Netflix selbst hat sich zu einzelnen Ländern noch nicht geäussert.
Wir gehen trotzdem davon aus, dass Schweizer Abonnentinnen und Abonnenten nicht leer ausgehen: Mit Deutschland, Frankreich und Italien ist ein Grossteil unserer Nachbarländer bestätigt, und Netflix-Anime starten hierzulande in aller Regel zeitgleich mit Deutschland. Eine offizielle Bestätigung für die Schweiz steht aber noch aus. Wir halten euch auf dem Laufenden.
Laut US-Angaben erscheinen neue Folgen jeweils samstags um 3 Uhr Ostküstenzeit. In der Schweiz wäre das in der Regel um 9 Uhr morgens. Ob die Serie in Deutschland von Beginn an eine deutsche Synchronfassung erhält, ist ebenfalls noch nicht bekannt.
Erst Japan, dann Netflix
Wer nicht warten will, muss etwas Geduld mit Netflix haben: In Japan läuft «Dragon Ball Super: Beerus» bereits ab dem 11. Oktober, jeweils sonntags auf Fuji TV. Netflix veröffentlicht die Folgen erst sechs Tage nach der japanischen Ausstrahlung. Parallel dazu zeigt Crunchyroll die Serie im Simulcast, also kurz nach der TV-Ausstrahlung in Japan. Für welche Länder dieser Simulcast genau gilt, hat Crunchyroll noch nicht abschliessend kommuniziert. Bestätigt sind unter anderem Frankreich und Grossbritannien.
«Dragon Ball Super: Beerus» Trailer Englisch
Was ist neu an «Dragon Ball Super: Beerus»?
Toei Animation hatte das Projekt bereits im Januar 2026 am Jubiläumsevent zu 40 Jahren «Dragon Ball» angekündigt. Regie führt Matsuto Seya. Inhaltlich deckt die Neuauflage die Arcs rund um «Kampf der Götter», die Rückkehr von Freezer («Resurrection F») und das Turnier gegen Universum 6 ab. Im Zentrum steht zunächst der Gott der Zerstörung Beerus, der nach einem langen Schlaf auf die Erde kommt und dort nach dem legendären Super-Saiyajin-Gott sucht.
Laut Toei handelt es sich nicht um eine reine Neuausstrahlung: Es gibt neu animierte Szenen, korrigierte Animationen, neu aufgenommene Sprachaufnahmen und eine überarbeitete Erzählstruktur. Füllerfolgen sollen wegfallen, ähnlich wie damals bei «Dragon Ball Z Kai». Gemäss Insider-Berichten umfasst die Serie 19 Folgen und würde damit bis etwa Mitte Februar 2027 laufen. Offiziell bestätigt ist diese Zahl allerdings noch nicht.
Die Weltpremiere findet übrigens am 8. Oktober an der New York Comic Con statt – also wenige Tage, bevor die erste Folge im japanischen Fernsehen läuft.