Fans klassischer Monsterfilme bekommen Nachschub: Anolis Film veröffentlichte «Der Flug zur Hölle» am 15. Juni 2026 erneut auf Blu-ray – und zwar in gleich drei Mediabook-Varianten. Der Film erscheint als elfte Ausgabe der Reihe «Phantastische Klassiker – die 50er».
Der Titel ist für Genre-Fans kein Unbekannter, wohl für viele Normalos aber ein Nischenstreifen. Bereits vor Jahren veröffentlichte Anolis Film den Schwarz-Weiss Film von 1957 zunächst als Teil der DVD-Sammelbox «Rückkehr der Galerie des Grauens» und später auch als eigenständige Blu-ray. Beide Editionen sind inzwischen längst vergriffen.
Antarktis mit Dinosauriern statt Eis
Die Handlung ist klassisches Fifties-Monsterkino: Eine Hubschrauber-Crew muss nach einer Kollision mit einer unbekannten Kreatur in der Antarktis notlanden. Statt einer endlosen Eislandschaft stossen die vier Expeditionsmitglieder jedoch auf einen tropischen Dschungel voller prähistorischer Lebewesen – inklusive einem Tyrannosaurus Rex.
Zusätzlich trifft die Gruppe auf einen Wissenschaftler, der seit zehn Jahren als verschollen gilt. Die lange Isolation hat deutliche Spuren hinterlassen, was die ohnehin gefährliche Situation weiter verschärft.

Ein Monsterfilm mit technischem Anspruch
Laut einer Information von Anolis Film war «Der Flug zur Hölle» für Universal auch hinter den Kulissen ein ambitioniertes Projekt. Um die Kreaturen möglichst glaubwürdig auf die Leinwand zu bringen, setzte das Studio teils auf animatronische Monster.
Für die damalige Zeit war das ein bemerkenswerter technischer Aufwand. Heute mögen die Effekte nicht mehr viel reissen, aber einen gewissen Charme kann man dem hüftsteifen Tyrannosaurier und dem animatronischen Elasmosaurus definitiv nicht absprechen.

Meinung
Der Markt für klassische Horror-, Monster- und Science-Fiction-Filme bleibt erstaunlich lebendig. Auch dank Vertrieben wie Anolis, Pidax oder Plaion Pictures. Besonders toll, wenn man sich bei der Aufbereitung solcher eher nischigen Filme noch mit aufwendigen Mediabooks besonders viel Mühe gibt. Gerade in einer Zeit, in der grosse Blockbuster meist lieblos auf eine Disc gepresst und ins Regal geschmissen werden.
Während viele aktuelle Produktionen auf digitale Effekte setzen, erinnern Veröffentlichungen wie diese daran, wie kreativ die Tricktechnik der 1950er-Jahre bereits war.
Für Sammlerinnen und Sammler dürfte vor allem die Mediabook-Ausgabe interessant sein. Wer die früheren Veröffentlichungen verpasst hat oder seine Sammlung aufwerten möchte, erhält damit eine neue Gelegenheit, diesen eher unbekannten Monsterklassiker ins Regal zu stellen.