Klein und handlich – und für einige wohl etwas unnötig: der Tappy von Boox.
Klein und handlich – und für einige wohl etwas unnötig: der Tappy von Boox. (Bild: Boox)
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Boox liefert die Fernbedienung fürs eBook

Chris Bucher
Chris Bucher

Boox bringt mit dem Tappy eine kleine Bluetooth-Fernbedienung für E-Ink-Geräte. Sie soll Seiten umblättern, durch Artikel scrollen und bei Hörbüchern oder Musik zwischen Titeln springen. Klingt nach Luxusproblem – kann im Alltag aber erstaunlich praktisch sein.

Der Boox Tappy ist gemäss Mitteilung ab sofort erhältlich und kostet laut Hersteller 29.99 Euro. Offiziell kompatibel ist er mit Boox-Geräten mit Bluetooth und Firmware V4.2 oder neuer.

Das Gadget ist im Grunde ein Mini-Controller mit zwei Tasten. Im Lesemodus blättert man durch E-Books, im Browser-Modus scrollt man vertikal durch längere Texte, und im Multimedia-Modus lässt sich etwa bei Hörbüchern oder Musik vor- und zurückspringen. Zwischen den Modi wechselt man, indem beide Tasten fünf Sekunden lang gedrückt werden.

Interessant ist der Tappy vor allem für alle, die ihren E-Reader auf einem Ständer, am Schreibtisch oder im Bett nutzen. Kein Arm aus der Decke, kein Griff zum Display, kein Fingerabdruck auf dem E-Ink-Screen. Das ist nicht lebensverändernd, aber ziemlich gemütlich – für Leute, die's brauchen.

Technisch bietet der Tappy Bluetooth, USB-C-Laden, Status-LED und laut Hersteller eine Akkulaufzeit von mehreren Wochen. Das Gerät misst 43 × 37 × 25 Millimeter und wiegt rund 29 Gramm.

Meinung:

Für wen lohnt sich so etwas? Wer klassisch mit dem E-Reader in der Hand liest, braucht den Tappy wohl kaum. Wer aber längere PDFs, Webartikel, Manga, Rezepte oder E-Books auf einem Ständer liest, bekommt eine simple Fernbedienung, die genau ein Problem löst – und sonst nicht gross nervt.

Ich weiss von Leuten, die beim Lesen beispielsweise stricken und es leid sind, sich immer zum Gerät vorzubeugen, um umzublättern. Eine kleine Fernbedienung im Schoss würde ihnen helfen. Es gibt also durchaus einen Markt für einen Tappy. Auch wenn er wohl eher ein Luxusproblem löst.