Kompakte Elektroautos erfreuen sich in Europa einer hohen Nachfrage – das weiss auch BMW. Für 2028 hat der deutsche Autobauer nun sein erstes Modell auf Basis der «Neuen Klasse» im volumenstarken Einstiegssegment angekündigt. Dies gab BMW im Rahmen des «BMW Capital Markets Day» bekannt, ohne jedoch den Namen des geplanten Elektroautos zu verraten.
Mit grosser Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um den BMW i1, der vor allem für den europäischen Markt vorgesehen sein dürfte. Ganz überraschend käme ein elektrischer 1er nicht: BMW hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach entsprechende Andeutungen gemacht. Parallel dazu soll weiterhin ein 1er mit Verbrennungsmotor angeboten werden. Dieser soll zwar eine ähnliche Designsprache erhalten, technisch jedoch auf einer anderen Plattform basieren.
Der Wechsel auf die «Neue Klasse» deutet zudem darauf hin, dass BMW beim i1 zum Heckantrieb zurückkehrt. Sowohl der elektrische i1 als auch der konventionell angetriebene 1er sollen weiterhin als klassische Hatchbacks angeboten werden. Wer eine höhere Sitzposition bevorzugt, kann hingegen zum iX1 greifen. Dessen nächste Generation soll voraussichtlich Ende 2027 in Produktion gehen, die ersten Auslieferungen werden für 2028 erwartet.
Meine Einschätzung zum BMW i1
Mit einem kompakten Elektroauto auf Basis der «Neuen Klasse» setzt BMW aus meiner Sicht auf das richtige Segment. Gerade in Europa sind kompakte Modelle weiterhin sehr gefragt. Wer mit Elektroautos eine breite Käuferschicht erreichen möchte, muss deshalb auch dieses Segment abdecken. Mit dem iX3 und dem i3 hat BMW bereits zwei Modelle der Mittelklasse im Angebot. Der nächste logische Schritt ist nun der Ausbau der Modellpalette nach unten.
Mit der «Neuen Klasse» hat BMW zudem eine leistungsstarke technische Basis, die einem elektrischen 1er gut stehen dürfte. Interessant ist für mich, was bei Effizenz, Reichweite und Ladeleistung im Kompaktsegment ankommt. Wenn BMW die Stärken der Plattform auch in die kleineren Modelle überträgt, könnte der erste elektrifizierte 1er ein sehr spannendes Gesamtpaket werden. Bleibt die Frage nach dem Preis: Ein BMW war noch nie "billig", doch auch im Premium-Kompaktsegment muss das Verhältnis zwischen Preis und Technik stimmen.