Der Xteink X4 ist vor allem etwas für Minimalisten: Der eReader im Kleinformat ist kleiner als die meisten Smartphones. Mit dem neuen X4 Pro legt der Hersteller nun nach – und bringt einige Funktionen, die sich viele gewünscht haben. Ganz ohne Kompromisse kommt das Update aber nicht aus.
Mit dem Xteink X4 Pro stellt der chinesische Hersteller Xteink eine überarbeitete Version seines Mini-eReaders vor. Das Gerät kostet aktuell knapp 90 Franken und bleibt mit seinem 4,3-Zoll-E-Ink-Display weiterhin der Zwerg unter den eReadern. Das Ding ist so klein, dass es auf die Rückseite eines Smartphones passt – und auch so beworben wird.
Endlich mit Licht
Die wohl wichtigste Neuerung ist die integrierte Frontbeleuchtung. Damit lässt sich der E-Reader auch im Dunkeln oder bei schlechten Lichtverhältnissen nutzen – ein Punkt, den viele Nutzerinnen und Nutzer beim Vorgängermodell vermisst haben.
Neu gibt es ausserdem einen Touchscreen mit einer Pixeldichte von 220 PPI. Wer lieber klassische Bedienelemente nutzt, kann weiterhin über die physischen Blättertasten an der Seite des Geräts durch die Seiten navigieren.
Trotz zusätzlicher Technik für Touch und Beleuchtung ist das Gerät laut Hersteller sogar etwas dünner geworden: 5,98 Millimeter statt 6,4 Millimeter beim Vorgänger X4. Mit 72 Gramm ist der X4 Pro leichter als eine Tafel Schokolade.
Kein USB-C-Anschluss
Im Inneren stecken 16 GB Speicher, WLAN, Bluetooth sowie ein 1000-mAh-Akku. E-Books lassen sich als EPUB, Mobi, PDF und TXT-Dateien lesen. Nicht gerade die Fülle an Dateiformaten, die beispielsweise ein PocketBook liefert, aber für die Grösse des Geräts völlig ausreichend.

Inhalte können per microSD-Karte, WLAN oder über eine Begleit-App auf das Gerät übertragen werden. Ausserdem soll eine integrierte Bibliothek inklusive Cloud-Synchronisation und kleinem Bookstore zur Verfügung stehen.
Was der X4 Pro nicht nativ bietet ist ein USB-C-Anschluss. Stattdessen setzt Xteink auf ein magnetisches Pogo-Pin-System für Laden und Datenübertragung. Ein Adapter von USB-C auf Pogo-Pins liegt zwar bei, trotzdem dürfte der Schritt nicht allen gefallen. Wer das Zusatzteil verliert, kann das Gerät nicht mehr mit einem gewöhnlichen USB-C-Kabel verbinden und muss kreativ werden – oder ins Portemonnaie greifen.
Meinung:
Kompakte E-Reader sind nach wie vor eine Nische. Während Geräte mit sechs oder sieben Zoll heute den Standard bilden, setzt Xteink bewusst auf ein Format, das problemlos in die Jacken- oder Hosentasche passt. Mit Beleuchtung und Touchscreen schliesst das X4 Pro zwei der grössten Lücken des Vorgängers.
Ob der Verzicht auf USB-C zugunsten eines noch dünneren Gehäuses die richtige Entscheidung ist, dürfte sich erst im Alltag zeigen. Für einige dürfte das kaum ins Gewicht fallen – andere werden den zusätzlichen Adapter wohl eher als unnötigen Umweg empfinden.
Ich finde solche Mini-eReader ein nettes Gadget. Zu meinem Haupt-Reader würde er wohl nicht werden, dafür ist er mir zu klein. Aber wie heisst es so schön? Sag niemals nie.