Die Zeiten extrem günstiger Android-Smartphones scheinen zumindest vorerst vorbei zu sein. Verantwortlich dafür ist vor allem die anhaltende Speicherkrise, die die Preise für Speicherchips in die Höhe treibt und damit auch Smartphones verteuert. Von der Speicherkrise sind alle Hersteller betroffen, die Smartphones oder andere Geräte mit entsprechenden Speicherchips produzieren.
Auch der chinesische Hersteller Xiaomi, der vor allem für seine besonders günstigen Smartphones bekannt ist, bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont. Das zeigen neue Leaks zum Einsteiger-Smartphone Redmi 17, die auf eine saftige Preiserhöhung deuten lassen. Für das Basismodell mit 4 GB RAM und 128 GB Speicher sollen 220 Euro fällig werden.
Wohlgemerkt: Der genannte Preis bezieht sich lediglich auf das LTE-Modell mit mickrigen 4 GB Arbeitsspeicher. Für die 5G-Variante des Redmi 17 verlangt Xiaomi sogar 250 Euro. Wer zusätzlich 5G nutzen möchte, muss für das Redmi 17 sogar stolze 250 Euro auf den Tisch legen. Immerhin gibts beim 5G-Modell den etwas leistungsfähigeren Qualcomm Snapdragon 4 Gen 5 als Chipsatz. Beim 4G-Modell ists der MediaTek Helio G91 Ultra.
Nicht Lumpen lässt sich Xiaomi beim verbauten Akku, der eine Kapazität von 7500 mAh liefert. Dafür muss man sich mit einem LCD-Display zufrieden geben.
Egal ob Einsteiger- oder Flaggschiff-Smartphones: Es wird teurer
Am Beispiel des Redmi 17 von Xiaomi zeigt sich, dass die Zeiten extrem günstiger Smartphones vorerst vorbei sein dürften. Natürlich könnte sich diese Entwicklung wieder ändern, sollten die Preise für Speicherchips und andere Komponenten künftig sinken. Kurzfristig ist damit allerdings nicht zu rechnen. Analysten gehen derzeit nicht davon aus, dass die Preise im kommenden Jahr wieder sinken werden – im Gegenteil.
Doch nicht nur Einsteiger-Smartphones sind von den steigenden Kosten betroffen. Erst kürzlich hat Samsung die neuen Foldables der Galaxy Z Fold 8-Serie sowie das Galaxy Z Flip8 vorgestellt – und auch hier fallen die Preise höher aus als bei den Vorgängermodellen. Zudem verzichtet Samsung erstmals auf ein kostenloses Speicher-Upgrade für Vorbestellerinnen und Vorbesteller. Auch beim kommenden iPhone 18 Pro (Max) und der Pixel-11-Serie wird Gerüchten zufolge mit höheren Preisen gerechnet.