Mit dem E-Space Concept zeigte Renault auf dem Pariser Autosalon 2026, wie der Espace künftig zu seinen Wurzeln als geräumiger Minivan zurückkehren könnte. Doch der französische Autobauer plant in den kommenden Jahren weitere Neuheiten: So sollen unter anderem die beiden im B-Segment positionierten SUV-Modelle Captur und Symbioz den Schritt in eine elektrifizierte Zukunft machen.
Beide Modelle sind mit einer Länge von 4,24 beziehungsweise 4,41 Metern im beliebten Segment der kompakteren SUV angesiedelt. Als Elektroautos würden sie unter anderem gegen den etwas kleineren VW ID. Cross und den etwas grösseren Skoda Elroq antreten. Der Wechsel auf eine vollelektrische Plattform ist allerdings erst ab 2030 vorgesehen. Auch angesichts dieses Zeithorizonts hielt sich Renault mit weiteren Details noch zurück.

Neben Captur und Symbioz will Renault auch die bereits erhältlichen Modelle Rafale und Scenic technisch erneuern. Der Wechsel auf die neue RGEV-Plattform 2.0 mit 800-Volt-Architektur ist beim Rafale bereits für Juni 2028 und beim Scenic für April 2029 vorgesehen. Während der Scenic schon heute rein elektrisch unterwegs ist, soll der Rafale damit erstmals einen vollelektrischen Antrieb erhalten.
Der französische Autobauer investiert mehr als 600 Millionen Euro in den Ausbau und die Umrüstung seiner spanischen Werke. Captur und Symbioz sollen künftig in Valladolid vom Band laufen, Rafale und Scenic in Palencia. In diesen Standort fliesst laut Renault der grösste Teil der Investitionssumme. Dort soll ab Mitte 2029 auch der Mitsubishi Eclipse Cross als Schwestermodell des Scenic gefertigt werden.
Renault setzt an den richtigen Stellen an
Mit Spannung werden insbesondere die elektrischen Varianten von Captur und Symbioz erwartet. Das Segment der kompakten SUV ist in Europa besonders beliebt, allerdings sind die beiden Modelle erst ab 2030 geplant. Bis dahin hat auch die Konkurrenz genügend Zeit, ihr Angebot auszubauen. Es bleibt deshalb abzuwarten, wie gut sich Renault mit den beiden Modellen in diesem umkämpften Segment behaupten kann.
Vielversprechend und deutlich früher vorgesehen ist der Wechsel von Scenic und Rafale auf eine 800-Volt-Architektur. Diese schafft die Voraussetzungen für höhere Ladeleistungen und kürzere Ladestopps – gerade auf der Langstrecke ein wichtiges Kaufkriterium. Wie gross der Fortschritt tatsächlich ausfällt, werden allerdings erst die konkreten Ladezeiten und Verbrauchswerte zeigen.
Auch wenn Renault mit seinen Elektroautos im Retro-Design beachtliche Erfolge feiert, ist es richtig, sich nicht ausschliesslich darauf zu verlassen. Die vier geplanten Elektro-SUV sollen ohne nostalgische Vorgänger auskommen. Damit stellt Renault sein Portfolio breiter auf und spricht auch jene an, die mit dem Retro-Look weniger anfangen können.