Die Gerüchte, wonach Google ein neues Fitbit-Gerät auf den Markt bringt, kursieren schon länger. In den letzten Wochen gab es konkrete Hinweise darauf, was Google heute präsentiert hat: Die Fitbit Air kommt ohne Bildschirm aus und erinnert damit stark an Wearables wie Whoop. Statt klassischer Smartwatch-Funktionen setzt das Modell auf möglichst unauffälliges Tracking, KI-gestützte Auswertungen und flexible Tragemöglichkeiten.
Gleichzeitig ersetzt Google die bisherige Fitbit-App durch die neue Google Health App. Sie dient künftig als zentrale Plattform für Fitness- und Gesundheitsdaten und integriert den neuen KI-basierten Google Health Coach. Dieser soll personalisierte Analysen und Trainingsempfehlungen liefern.
Die Fitbit Air kann in verschiedene Armbänder eingesetzt werden und soll laut Google besonders leicht und komfortabel sein. Das Gerät wiegt mit Band nur 12 Gramm, ohne Band sogar lediglich 5,2 Gramm. Google spricht von einem «micro-adjustable fit», also einer fein anpassbaren Passform, die sich im Alltag kaum bemerkbar machen soll.






Kleiner und leichter als bisherige Fitbit-Modelle
Laut Google ist die Fitbit Air 25 Prozent kleiner als die Fitbit Luxe und 50 Prozent kleiner als die Inspire 3. Anders als klassische Fitness-Tracker besitzt sie weder Tasten noch Display. Stattdessen arbeitet das Gerät komplett im Hintergrund und sammelt Gesundheits- und Aktivitätsdaten automatisch.
Zu den Funktionen gehören:
- kontinuierliche Herzfrequenzmessung
- Schlaftracking inklusive Schlafphasen
- täglicher Sleep Score
- Hinweise auf mögliche Vorhofflimmern-Symptome (AFib)
- Analyse der Herzfrequenzvariabilität (HRV)
- automatische Trainingserkennung
Die Fitbit Air erkennt verschiedene Aktivitäten automatisch, darunter Gehen, Joggen, Velofahren oder Rudern. Zusätzlich lassen sich rund 40 Trainingsarten manuell starten. Insgesamt unterstützt die App laut Google über 140 Aktivitäten – sogar Hausarbeiten oder Bogenschiessen sind dabei.
KI-Coach mit personalisierten Empfehlungen
Ein zentrales Element der Fitbit Air ist der neue «Google Health Coach». Dabei handelt es sich um eine Gemini-basierte KI-Funktion innerhalb der Google-Health-App. Der Coach soll personalisierte Trainingspläne erstellen und Empfehlungen laufend an Fitnessdaten und Tagesablauf anpassen.
Google zufolge verarbeitet die KI nicht nur Fitnessdaten, sondern auch Informationen zur Zyklusgesundheit und weitere Gesundheitsdaten. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass die Daten privat und sicher bleiben sollen.

Auch die eigentlichen Tracking-Algorithmen wurden laut Google verbessert. Die neuen Machine-Learning-Modelle sollen 15 Prozent präziser arbeiten als frühere Fitbit-Modelle. Besonders der Sleep Score soll die Erholung realistischer widerspiegeln.
Drei Armband-Varianten zum Start
Zum Verkaufsstart bietet Google drei verschiedene Armbänder an:
- Performance Loop Band
- Active Silicone Band
- Elevated Modern Band
Das Silikonband ist laut Google schweiss- und wasserresistent. Die Fitbit Air selbst ist bis 50 Meter wasserresistent, jedoch nicht offiziell wasserdicht. Weitere Zubehörvarianten wie Brustgurte seien geplant, aktuell gibt es aber nur Armbänder.
Akku hält bis zu einer Woche
Die Akkulaufzeit gibt Google mit bis zu sieben Tagen an. Besonders praktisch: Nach fünf Minuten Ladezeit soll bereits genug Energie für einen weiteren Tag vorhanden sein. Eine vollständige Ladung dauert rund 90 Minuten. Geladen wird magnetisch über eine beidseitig nutzbare Docking-Lösung.
Spezialversion mit Steph Curry
Zusätzlich erscheint eine Sonderedition in Zusammenarbeit mit Basketball-Star Stephen Curry. Diese bietet laut Google ein spezielles Innenmuster für bessere Luftzirkulation sowie zusätzliche wasserresistente Beschichtungen.
Preise und Verfügbarkeit in der Schweiz
Das Fitbit Air kann ab heute vorbestellt werden. Die unverbindlichen Preisempfehlungen liegen bei:
- Deutschland: 99,99 Euro
- Österreich: 99,99 Euro
- Schweiz: 99,90 Franken
Im Kaufpreis enthalten ist ein dreimonatiges Probeabo für Google Health Premium. Die Auslieferung startet am 26. Mai.