Bild des neuen BYD Seagull mit grossem Platzangebot.
Ein Platzwunder: Die zweite Generation des BYD Seagull könnte als Dolphin Surf 2 nach Europa kommen | Bild: BYD
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BYD Seagull wächst deutlich: Wird er zum neuen Rivalen für den VW ID. Polo?

Der neue BYD Seagull wächst auf 4,25 Meter und bietet fünf Sitzplätze, Heckantrieb und einen 94-Liter-Frunk. Ein Europastart ist bislang nicht bestätigt.

Bruno Rivas
Bruno Rivas

In China hat BYD die zweite Generation seines Elektro-Kleinwagens Seagull vorgestellt. Von einem echten Kleinwagen kann inzwischen allerdings kaum noch die Rede sein: Das neue Modell, das in Europa als Dolphin Surf bzw. Dolphin Mini bekannt ist, wächst auf eine Länge von 4,25 Metern. Damit fällt es deutlich grösser aus als sein Vorgänger, der noch knapp unter vier Meter misst.

Dank der grösseren Abmessungen bietet der neue BYD Seagull deutlich mehr Platz im Innenraum. Neben fünf Sitzplätzen steht durch den Wechsel auf Heckantrieb erstmals auch ein Frunk zur Verfügung. Dieser fällt mit einem Volumen von 94 Litern erfreulich gross aus und bietet deutlich mehr Platz als nur für das Ladekabel. Bei umgeklappter Rückbank bietet der Kofferraum darüber hinaus ein Ladevolumen von bis zu 1380 Litern.

Auch im Frunk unterhalb der Fronthaube gibts viel Stauraum.
Der neue BYD Dolphin Surf erhält ein grosser Frunk.

BYD verzichtet im Seagull der zweiten Generation auf Fahrerdisplay

Das Cockpit hat BYD grundlegend überarbeitet und hinterlässt auf den bisherigen Bildern einen durchaus hochwertigen Eindruck. Weniger überzeugend finde ich hingegen den Verzicht auf ein separates Fahrerdisplay. Fahrrelevante Informationen zeigt der Seagull stattdessen auf der linken Seite des grossen Infotainment-Displays in der Mittelkonsole an – eine Lösung, die wir in dieser Form vor allem von Tesla kennen. Ob zumindest ein Head-up-Display angeboten wird, ist bislang nicht bekannt.

Weiterhin unklar ist, mit welcher Ladeleistung der neue BYD Seagull angeboten wird. Gerüchten zufolge soll er bereits BYDs neue Flash-Charging-Technologie unterstützen, die theoretisch bis zu 1500 kW ermöglicht. Angesichts der vergleichsweise kleinen Batterien mit 30 und 39,2 kWh wäre eine derart hohe Spitzenleistung jedoch kaum notwendig. Denkbar ist deshalb, dass BYD die Ladeleistung begrenzt, aber dennoch eine Ladezeit von rund neun Minuten von 10 auf 97 Prozent ermöglicht.

Blick in das Cockpit des neuen BYD Dolphin Surf.
Die zweite Generation des Dolphin Surf erhält ein komplett neues Cockpit | Bild: BYD

Je nach Batterie gibt BYD eine Reichweite von 320 bis 420 Kilometern nach dem chinesischen CLTC-Zyklus an. Umgerechnet auf die strengere, in Europa verwendete WLTP-Norm dürften damit ungefähr 260 bis 344 Kilometer möglich sein. Für den Antrieb sorgt ein Elektromotor an der Hinterachse mit 95 kW (127 PS). Damit bleibt auch die zweite Generation des BYD Seagull in erster Linie ein Elektroauto für die Stadt und kürzere Überlandfahrten.

Zweite Generation des BYD Seagull als Dolphin Surf bald in Europa?

Konkrete Hinweise auf einen baldigen Marktstart in Europa und damit auch in der Schweiz gibt es derzeit nicht. Zuletzt brachte BYD hierzulande den Plug-in-Hybrid Dolphin G DM-i auf den Markt. Mit einer Länge von knapp 4,2 Metern fällt auch dieses Modell deutlich grösser aus als der bisherige Dolphin Surf.

Auszuschliessen ist ein zeitnaher Marktstart in Europa allerdings nicht. Im Gegenteil: Mit den grösseren Abmessungen und dem deutlich verbesserten Platzangebot könnte BYD den neuen Dolphin Surf direkt gegen Modelle wie den VW ID. Polo und den Cupra Raval positionieren.

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