Der wohl bekannteste Fisch der Schweizer Kinderliteratur bekommt seinen ersten Kinofilm. Seit mehr als 30 Jahren gehört «Der Regenbogenfisch» des Berner Autors Marcus Pfister zu den erfolgreichsten Schweizer Kinderbüchern überhaupt.
Das Bilderbuch mit den schillernden Glitzerschuppen wurde laut SRF über 30 Millionen Mal verkauft und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Geschichte über Freundschaft und das Teilen kennt heute längst nicht mehr nur die Schweiz.
Nun kommt der Klassiker erstmals auf die grosse Leinwand. «De Rägebogefisch» startet am 19. November 2026 in den Deutschschweizer Kinos, wie das SRF in einer Mitteilung schreibt. Die TV-Ausstrahlung auf den SRF-Kanälen folgt erst einige Zeit später. Sie ist für 2028 vorgesehen.
Bekannte Sprecherinnen und Sprecher
Für die Schweizerdeutsche Synchronisation setzt die Produktion auf bekannte Namen: Max Hubacher («Der Verdingbub») spricht den Regenbogenfisch, Luna Wedler («22 Bahnen») übernimmt die Rolle des Kleinen Blauen. Weitere Sprecherinnen und Sprecher sollen später bekanntgegeben werden.
Hinter dem Film stehen die Produktionsfirmen Claussen und Putz, Zodiac Pictures und Studiocanal. Sie haben bereits Familienfilme wie «De Räuber Hotzenplotz», «Di chli Häx» oder «Heidi» umgesetzt.

Mit der Verfilmung des Kinderbuchklassikers soll eine neue Interpretation der bekannten Geschichte realisiert werden – in Zusammenarbeit mit der traditionsreichen Augsburger Puppenkiste. Statt auf CGI setzt der Film also auf klassisches Handwerk mit Marionetten. Auch Autor Marcus Pfister sei eng in die Produktion mit eingebunden gewesen.
Meinung
Dass ausgerechnet «Der Regenbogenfisch» jetzt den Sprung ins Kino schafft, überrascht mich kaum. Kinderbuchverfilmungen erleben seit einigen Jahren ein Comeback – sei es Heidi, Schellen-Ursli oder jüngst Barry. Ausserdem bieten bekannte Figuren eine super Grundlage, um Familien ins Kino zu locken.
Gleichzeitig dürfte der Film für viele Erwachsene einen Nostalgiefaktor haben – schliesslich sind viele von uns mit dem glitzernden Fisch aufgewachsen. Ich inklusive.
Persönlich finde ich es mutig – und sehr lobenswert – dass auf das Handwerk der Augsburger Puppenkiste gesetzt wird und nicht etwa auf Computeranimation. Auch wenn das vielleicht einige Leute abschrecken könnte, weil es zu «altbacken» daherkommen könnte. Für mich wäre das tatsächlich ein Grund, mir den Film im Kino anzuschauen.
