Der inzwischen legendäre A2 von Audi feiert sein Comeback als Elektroauto und wurde nun offiziell vorgestellt. Mit einer Länge von 4,32 Metern handelt es sich um ein kompaktes Elektroauto, das praktisch gleich gross ist wie seine Schwestermodelle VW ID.3 Neo und Cupra Born. Auch technisch gibt es eine enge Verwandtschaft: Wie die Modelle von VW und Cupra basiert der A2 e-Tron auf einer weiterentwickelten Variante der MEB-Plattform.
Bei der Entwicklung verfolgte Audi konsequent den Ansatz, durch gezielte Optimierung der Aerodynamik eine hohe Effizienz zu erreichen. In der effizientesten Variante mit Effizienzpaket erreicht der A2 e-tron ein Luftwiderstandsbeiwert von cW 0,24. Laut Audi ist dies ein Bestwert im Kompaktsegment der Marke. Zu den Optimierungen zählen etwa Air Curtains – Kanäle, die die Strömung gezielt umlenken und so Turbulenzen verringern – sowie Gap Reducer und Gap Breather, die Verwirbelungen am Radhaus reduzieren.

Im Innenraum gibts serienmässig das MMI-Panoramadisplay, das ein 11,9 Zoll grosses Fahrerdisplay mit dem 12,8 Zoll grossen Infotainment-Display im Curved-Design vereint. Ein Augmented-Reality-Head-Up-Display (HUD) gibts bei Audi nur gegen Aufpreis. Es kann dann unter anderem Navigationshinweise und natürlich die Geschwindigkeit im Sichtfeld des Fahrers projizieren. Ebenfalls optional kann das Panoramaglasdach mit 1,6 Quadratmetern Glasfläche und einer speziellen Beschichtigung gegen UV-Strahlung bestellt werden.
Der kompakte Stromer bietet ein Kofferraumvolumen von 396 Litern. Dank des abgesenkten Ladebodens soll der A2 e-tron bis zu drei grosse Koffer transportieren können. Das maximale Kofferraumvolumen steigt auf bis zu 1336 Liter, wenn die Rücksitze umgeklappt werden. Ein Frunk ist zwar vorhanden, fällt mit einem Volumen von 13 Litern aber äusserst klein aus. Vielmehr als ein Ladekabel lässt sich darin also nicht verstauen.

Audi A2 e-tron: Diese Leistungsstufen werden angeboten
Der A2 e-tron basiert wie bereits erwähnt auf der MEB-Plattform des VW-Konzerns. Bei Marktstart gibt es den kompakten Stromer in folgenden Leistungsstufen zu kaufen:
- 125 kW (170 PS)
- 140 kW (190 PS)
- 170 kW (231 PS)
- 240 kW (326 PS)
Die aktuell leistungsstärkste Variante mit 240 kW (326 PS) beschleunigt den A2 e-tron in 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Spitzengeschwindigkeit ist bei 200 km/h elektrisch abgeriegelt. Bisherigen Gerüchten zufolge soll Audi zu einem späteren Zeitpunkt noch ein S2 e-tron auf den Markt bringen, der folgerichtig über eine höhere Systemleistung verfügen wird. Nähere Details dazu, liegen uns noch nicht vor.

Eine Variante mit Allradantrieb wurde von Audi zwar in Erwägung gezogen, nach reiflicher Prüfung aber wieder verworfen. Der Hauptgrund für diese Entscheidung: Bei Audi geht man nicht davon aus, dass die Nachfrage nach einem Allradantrieb im Kompaktsegment besonders hoch wäre. Es ist deshalb nicht davon auszugehen, dass Audi zu einem späteren Zeitpunkt ein Quattro nachreichen wird.

Die Qual der Wahl: Drei verschiedene Batterien
Der A2 e-tron verfügt über vier Rekuperationsstufen, wobei eine davon auch One-Pedal-Driving unterstützt. Die rekuperierte Energie landet dann wahlweise in einer Batterie mit 52, 61 oder 84 kWh Kapazität. Bei den beiden kleineren Batteriegrössen setzt Audi auf LFP-Zellen. Bei der grossen 84-kWh-Batterie kommt eine NMC-Batterie zum Einsatz.
Mit der effizientesten Variante kommt der A2 e-tron auf eine Reichweite von bis zu 646 Kilometern nach WLTP-Norm. Dabei handelt es sich um den Antrieb mit 140 kW samt Effizienzpaket. Der Verbrauch sinkt damit auf beeindruckende 12,8 kWh auf 100 Kilometern.

Beim Laden hinkt der A2 e-tron der Konkurrenz hinterher
Während bei chinesischen Herstellern ein regelrechtes Wettrennen um die schnellste Ladeleistung ausgebrochen ist, geht es beim Audi A2 e-tron etwas gemächlicher zu und her. Die zwei leistungsstärksten Modelle mit der grossen 84-kWh-Batterie lassen sich mit bis zu 183 kW an einer Schnellladestation (DC) aufladen. Für einen Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent müssen laut Audi rund 29 Minuten eingeplant werden. Deutlich langsamer geht es bei den Batteriegrössen 52 und 61 kWh zu und her. Sie schaffen 105 kW bzw. beim Basismodell maximal 100 kW.
Der A2 e-tron beherrscht zudem das bidirektionale Laden – die Hochvoltbatterie kann also nicht nur Energie aus dem Netz aufnehmen, sondern auch gezielt wieder an externe Verbraucher abgeben. Mit der Funktion Vehicle-to-Load (V2L) lassen sich beispielsweise E-Bikes an einer Steckdose im Kofferraum oder über einen Adapter an der Ladebuchse mit Strom versorgen. Zusätzlich kann der A2 e-tron in Deutschland, Österreich und der Schweiz über Vehicle-to-Home (V2H) auch als heimischer Batteriespeicher mit geeigneten DC-Wallboxen fungieren und geladene Energie wieder ins Hausnetz einspeisen.
Audi A2 e-tron: Preise und Marktstart in der Schweiz
Der A2 e-tron wurde in Deutschland entwickelt und wird auch in Ingolstand gefertigt. Ab Herbst ist der kompakte Stromer von Audi bestellbar. Die ersten Auslieferungen sind ab Dezember 2026 geplant. Einstiegspreis in der Schweiz für den A2 e-tron mit 125 kW und 52-kWh-Batterie liegt bei CHF 37'650.–. Die 61-kWh-Variante ist ab ab CHF 40'750.–.
Die 61-kWh-Variante ist ab CHF 40'750.– erhältlich. In der Ausführung mit 170 kW und einer 84-kWh-grossen Batterie kostet der A2 e-tron CHF 47'450.–. Das Topmodell A2 e-tron 240 kW ist für CHF 49'300.– erhältlich.