Matthew Rhys spielt die Hauptrolle in der Horror-Comedy-Serie «Widows Bay».
Matthew Rhys spielt die Hauptrolle in der Horror-Comedy-Serie «Widows Bay». I Bild: Apple TV
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«Widow’s Bay»: Apple-Serie bricht Rekord bei den Emmys

Chris Bucher
Chris Bucher

Die erste Staffel von «Widow’s Bay» entwickelt sich für Apple TV auch bei den Emmys zum Erfolg. Die Horror-Comedy hat an den ersten beiden Award-Abenden acht Auszeichnungen gewonnen – mehr als jede andere Serie oder Sendung in diesem Jahr. Und die wichtigsten Kategorien stehen erst noch an.

Wer Horror und Comedy zusammenwirft, kann ziemlich spektakulär danebenliegen. Bei «Widow’s Bay» scheint die Mischung nicht nur Fans und Kritiken überzeugt zu haben, sondern auch die Television Academy. Die Apple-Serie geht mit acht gewonnenen Emmys aus den ersten beiden Nächten der 78. Emmy Awards hervor.

Laut einer Medienmitteilung von Apple TV gewann «Widow’s Bay» unter anderem für Casting, Kamera, Szenenbild, Musik, Music Supervision sowie Ton. Betty Gilpin wurde zudem als beste Gastdarstellerin in einer Comedyserie ausgezeichnet.

Damit hat «Widow’s Bay» aktuell mehr Emmys gewonnen als jedes andere Programm der diesjährigen Verleihung. Das ist allerdings erst eine Zwischenbilanz. Die grossen Primetime-Kategorien werden am 14. September vergeben.

Eine Insel, schlechte Verbindung und ziemlich reale Monster

Im Zentrum von «Widow’s Bay» steht Tom Loftis, gespielt von Matthew Rhys. Er ist Bürgermeister einer abgelegenen Insel rund 64 Kilometer vor der Küste Neuenglands – und hat ein Problem: Seine Gemeinde kämpft ums Überleben.

Die Internetverbindung fehlt, der Mobilfunk ist unzuverlässig und die Einheimischen sind überzeugt, dass auf ihrer Insel ein Fluch liegt. Loftis hält davon wenig und versucht stattdessen, Widow’s Bay für den Tourismus attraktiv zu machen. Das funktioniert tatsächlich.

Dummerweise stellt sich danach heraus, dass die vermeintlich abergläubischen Inselbewohner mit ihren Schauergeschichten wohl nicht ganz falsch lagen. Alte Legenden werden plötzlich Realität. Die Serie kombiniert diesen Horror mit einer Comedy über einen Bürgermeister, der von seiner eigenen Bevölkerung nicht gerade als furchtloser Anführer wahrgenommen wird.

19 Emmy-Nominierungen für die erste Staffel

Dass «Widow’s Bay» bei den bisherigen Preisvergaben so oft auftaucht, kommt nicht ganz überraschend. Die erste Staffel erhielt insgesamt 19 Emmy-Nominierungen und gehört damit zu den meistnominierten Produktionen des Jahres.

Interessant wird deshalb vor allem der 14. September. Dann könnte die Serie ihre bisherige Bilanz in den prominenteren Kategorien noch ausbauen. «Widow’s Bay» ist als beste Comedyserie nominiert, Matthew Rhys als bester Hauptdarsteller. Kate O’Flynn und Dale Dickey treten in der Kategorie beste Nebendarstellerin an, Stephen Root als bester Nebendarsteller. Hinzu kommen Nominierungen für Drehbuchautorin Katie Dippold und Regisseur Hiro Murai.

Acht Preise sind «Widow’s Bay» also bereits sicher. Ob aus dem technischen Emmy-Abräumer auch einer der grossen Gewinner des Jahres wird, entscheidet sich erst bei der Hauptverleihung.