Ein Tyrannosaurus verfolgt in «The End of Oak Street» ein Mädchen durch die Vorstadtstrasse.
Im Kino überrannt, im Stream gefragt: «The End of Oak Street». | Bild: Warner Bros.
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Im Kino gefloppt, jetzt gefragt: Dieser Dino-Film stürmt die Streaming-Charts

Im Kino ging «The End of Oak Street» unter, zu Hause wird der Dino-Thriller jetzt entdeckt: Er stürmt weltweit die Kauf- und Leihcharts – auch bei uns.

Pascal Scherrer
Pascal Scherrer

Im Kino ging «The End of Oak Street» im Sommer trotz guter Kritiken unter. Jetzt holt der Dino-Thriller zu Hause nach, was er auf der grossen Leinwand nicht geschafft hat.

Laut den Auswertungen von FlixPatrol gehört der Film mit Anne Hathaway und Ewan McGregor derzeit weltweit zu den meistgekauften und meistgeliehenen Filmen. Bei Google Play stand er am 18. Oktober in 34 Ländern in den Top 10, bei Apple TV in 30 und bei Rakuten TV in 17 Ländern.

Auch in der Schweiz läuft es: Bei Rakuten TV liegt «The End of Oak Street» aktuell auf Platz 5. Für einen Film, der an den Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb, ist das eine bemerkenswerte Wende – und eine kleine Genugtuung für alle, die ihn, wie unser Autor Chris Bucher, schon im Kino mochten.

Seit Wochen in den Charts

Digital erhältlich ist der Film seit Ende September. Seither hält er sich hartnäckig in den Charts: Im Oktober war er bei Apple TV, Amazon und Rakuten TV an 17 Tagen in den weltweiten Top 10. In der Monatswertung liegt er bei Rakuten TV auf Platz 3, bei Apple TV und Amazon auf Platz 4. Am besten lief es Mitte Oktober, als der Film in den USA bei Amazon und Apple TV sowie in Belgien bei Apple TV auf Platz 2 kletterte.

Wichtig: Es geht dabei um Kauf und Miete, nicht um ein Streaming-Abo. Im Abo ist der Film vermutlich erst gegen Ende Oktober erhältlich – was den Erfolg noch beachtlicher macht.

Dinosaurier in der Vorstadt

«The End of Oak Street» spielt im Juli 1982. Die Ehe von Denise (Anne Hathaway) und Greg Platt (Ewan McGregor) steckt in der Krise, dazu kommen Geldsorgen. Dann reisst ein mysteriöses kosmisches Ereignis die ganze Nachbarschaft der Familie 200 Millionen Jahre in die Vergangenheit – mitten in eine Welt voller aggressiver Dinosaurier.

Geschrieben und inszeniert hat den Film David Robert Mitchell («It Follows»), produziert hat unter anderem J.J. Abrams. Wie die Dinos entstanden sind, zeigt ein Blick hinter die Kulissen.

Warum der Film im Kino floppte

Dabei waren die Voraussetzungen gar nicht schlecht. Bei Rotten Tomatoes kommt der Film auf 86 Prozent positive Kritiken, das Publikum vergab 76 Prozent. Trotzdem startete «The End of Oak Street» im August in Nordamerika mit nur 21 Millionen Dollar auf Platz 3. Weltweit kamen laut «The Numbers» insgesamt 121,6 Millionen Dollar zusammen. Bei einem Budget von geschätzten 80 bis 90 Millionen ist das zu wenig, da 50 Prozent der Einnahmen an die Kinos gehen. Und die Marketing-Kosten sind hier noch nicht einmal mit eingerechnet.

Gründe dafür gibt es mehrere. Das US-Portal «Looper» nennt vor allem die Konkurrenz: «Spider-Man: Brand New Day» und Christopher Nolans «The Odyssey» spielten noch immer kräftig ein und belegten die IMAX-Säle, für die der Film eigentlich gedacht war.

Zudem hielt Warner die Handlung im Marketing so vage, dass viele nicht einmal wussten, dass Anne Hathaway mitspielt. Für Kopfschütteln sorgte ausserdem eine Werbeaktion mit einem Podcast, der von zwei KI-Hunden moderiert wird. Dies hat das Gerücht in die Welt gebracht, dass beim Film KI zum Einsatz gekommen ist.

Zu Hause spielt ein Teil dieser Gründe keine Rolle mehr. Die Konkurrenz um die besten Säle fällt weg, die guten Kritiken sprechen sich herum, und ein Dino-Gruselspass passt bestens in den Herbst.

Und in der Schweiz?

Hierzulande startete «The End of Oak Street» am 12. August in der Romandie und im Tessin und am 13. August in der Deutschschweiz. Laut der Statistik von ProCinema kam der Film auf 24'251 Eintritte.

Damit blieb der Film weit hinter dem letzten Jurassic-World-Teil zurück. Dieser hatte letztes Jarh 220'876 Eintritte für sich verbuchen können. Hier muss man aber auch sagen, dass dieser Film ein starkes Franchise im Rücken hatte.

Wer den Film nachholen will, kann ihn bei mehreren Anbietern leihen oder kaufen. Die Miete kostet zwischen 21.90 Franken (Sky Store, HD) und 22.90 Franken (blue TV), bei Rakuten TV und Amazon gibt es den Film für 22 Franken in 4K. Kaufen lässt er sich ab 28 Franken bei Apple TV und Amazon.

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