Volkswagen hat diese Woche den ID.3 Neo und damit das grosses Upgrade vorgestellt. Viele Kritikpunkte der bisherigen Modelle hat der deutsche Automobilhersteller damit gezielt ausgeräumt. Es gibt wieder mehr physische Tasten im Innenraum, die Haptik und Anmutung wurde optimiert, es gibt ein besseres Infotainmentsystem und auch die Optik wurde überarbeitet.
All das reicht jedoch nicht aus, um das neue Modell bereits als VW ID Golf zu bezeichnen. Diese Einschätzung wurde von Martin Sander von Volkswagen gegenüber den Kollegen von Edison bestätigt. Der Golf nimmt historisch bedingt eine besondere Stellung ein. Entsprechend intensiv wurde intern diskutiert, ob der ID.3 Neo diesen Namen tragen sollte. Letztlich kam man jedoch zu dem Schluss, dass die Voraussetzungen dafür noch nicht erfüllt sind.

Das klingt ein wenig so, als halte Volkswagen den ID.3 Neo zwar für gut, aber noch nicht gut genug. Ein vollelektrischer Golf wird kommen, doch die Ansprüche daran sind besonders hoch, wie Martin Sander betont. Sander führt weiter aus, der Name Golf sei ikonisch und dürfe nur von einem Fahrzeug getragen werden, das diesen Anspruch in jedem Detail und in jeder Disziplin vollständig erfüllt.
Wann kommt der VW ID Golf?
Mit dem ID.3 Neo hat VW das Fundament für einen vollelektrischen Golf gelegt. Dennoch gibt es weiterhin Punkte, die der Hersteller unbedingt angehen muss – und genau hier soll die neue Elektro-Plattform SSP ansetzen. Vor allem bei der Ladeleistung ist Volkswagen derzeit noch im Hintertreffen. Dieser Punkt soll die SSP-Plattform angehen, die auf eine 800-Volt-Architektur setzt.