Am 25. August 2026 stellte Garmin die neue Fenix-9-Serie vor. Sie setzt sich aus der Fenix 9 und der neuen Flaggschiff-Smartwatch Fenix 9 Pro zusammen. Bereits in der Pressemitteilung hob Garmin hervor, dass die neue Fenix 9 dank 50 Prozent mehr Arbeitsspeicher eine noch flüssigere und intuitivere Navigation ermöglicht. Doch dahinter steckt wohl wesentlich mehr als nur mehr Arbeitsspeicher.
Denn in der neuen Fenix-9-Serie soll neben mehr Arbeitsspeicher auch ein neuer Chipsatz zum Einsatz kommen. Das berichten zumindest die Kollegen von Garmin Rumors. Demnach soll Garmin den NXP i.MX RT595 aus der Fenix-8-Serie durch den NXP i.MX RT700 ersetzen. Die grundlegende Architektur bleibt dabei ähnlich: Auch der neue Chip setzt auf einen effizienten ARM-Cortex-M33-Kern. Dieser erreicht allerdings eine Taktrate von bis zu 325 MHz, während beim RT595 noch maximal 200 MHz möglich waren.

Darüber hinaus verfügt der NXP i.MX RT700 über einen zweiten ARM-Cortex-M33-Kern mit bis zu 250 MHz sowie einen zusätzlichen Tensilica-HiFi-1-DSP, der sich um Hintergrundaufgaben und die Verarbeitung von Sensordaten kümmert. Gleichzeitig bietet der Chipsatz eine leistungsfähigere GPU für die Grafikbeschleunigung. Hinzu kommt ein dedizierter eIQ-Neutron-NPU, der mit bis zu 325 MHz taktet und speziell für die Beschleunigung von KI- und Machine-Learning-Aufgaben ausgelegt ist.
Interessant ist, dass Garmin dies nicht explizit in der Pressemitteilung erwähnt hat. Denn viele Nutzer fordern seit Längerem einen leistungsfähigeren Chipsatz für die Fenix-Serie. Mit der Fenix 9 scheint Garmin diesem Wunsch nun offenbar nachzukommen. Für endgültige Gewissheit müssen wir uns daher wohl noch etwas gedulden. Erst die ersten Teardowns der Fenix 9 dürften zeigen, welcher Chipsatz tatsächlich unter der Haube steckt.
