Der deutsche Automobilhersteller BMW hat eine neue Version seiner 7er Oberklasse-Limousine vorgestellt. Neben einer Variante mit Verbrennungsmotor (Diesel mit Plug-in-Hybrid) gibt es mit dem i7 auch wieder eine vollelektrische Variante. Im Gegensatz zum BMW iX3 und i3 basiert der i7 nicht vollständig auf der Neuen Klasse. BMW hat lediglich einige Elemente davon übernommen.

BMW i7 mit über 700 Kilometer Reichweite
Dazu zählen unter anderem die zylindrischen Batteriezellen. Dadurch erhöht sich die Batteriekapazität von bisher 101,7 kWh (netto) auf etwas über 112 kWh. Gleichzeitig steigt die WLTP-Reichweite auf bis zu 728 Kilometer. Da BMW jedoch weiterhin auf eine 400-Volt-Architektur setzt, sind am Schnelllader (DC) „nur” maximal 250 kW möglich. Doch auch das stellt ein kleines Upgrade gegenüber dem Vorgängermodell dar. Immerhin sind zudem serienmässig 22 kW über Wechselstrom (AC) möglich.
Der BMW i7 ist mit drei verschiedenen Antriebsvarianten mit 335, 400 und 500 kW erhältlich. Bei allen drei Varianten setzt BMW auf Allradantrieb. Das leistungsstärkste Modell BMW i7 M70 xDrive bietet ein Drehmoment von 1015 Nm und lässt die Limousine damit in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Aufgrund der höheren Leistung reduziert sich aber auch die maximale WLTP-Reichweite auf 686 Kilometer.

Auch der neue BMW i7 verkörpert die neue Designsprache der Marke. Zu den Merkmalen zählen die neue BMW-Niere „Iconic Glow” und minimalistische Kristallleuchten, die für eine ausdrucksstarke Präsenz und einen hohen Wiedererkennungswert sorgen sollen. Die Seitenansicht überzeugt durch reduzierte Flächen und edle Details. Das Heck präsentiert sich mit neu gestalteten Leuchten und klaren Formen.
Von der neuen Plattform übernimmt BMW das Cockpit. Das klassische Cockpit gehört der Vergangenheit an. Im i7 gibt es stattdessen das sogenannte Panoramic Display mit einer Informationsleiste, die sich über die gesamte Breite unterhalb der Windschutzscheibe erstreckt. Es gibt ein grosses 17,9 Zoll Touchscreen-Display, worüber die meisten Funktionen erreicht werden. Zusätzlich gibts neu auch ein Display für den Beifahrer.

Während Mercedes bei seiner Oberklasse-Limousine zuletzt auf die 800-Volt-Architektur umgestellt hat, verzichtet BMW beim neuen i7 darauf. Zwar übernimmt der deutsche Automobilhersteller einige Elemente der neuen Plattform, doch besonders bei der Ladeleistung hinkt die teure Limousine hinterher. Es ist nicht das grosse Upgrade, das einige von BMW erwartet haben. Vielmehr verbessert BMW den i7 punktuell. Ob das ausreicht, um im Oberklasse-Segment zu bestehen, wird sich zeigen.