Warum der chinesische BYD Seagull moderner ist als Europas Dolphin Surf
Der neue BYD Seagull kommt mit LiDAR-Sensor | Bild: BYD
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Warum der chinesische BYD Seagull moderner ist als Europas Dolphin Surf

Bruno Rivas
Bruno Rivas

BYD verkauft seinen Kleinwagen Dolphin Surf in Europa bereits seit Ende Mai 2025. Nun hat der Hersteller in China den neuen BYD Seagull vorgestellt, der als technisch überarbeitete Version des Dolphin Surf gilt. Im Fokus des neuen Modells steht das Fahrassistenzsystem „God’s Eye B“, das einen vollwertigen LIDAR-Sensor enthält. Preislich startet das Modell in China bereits bei umgerechnet ca. 8000 Franken.

Bemerkenswert ist vor allem, dass BYD inzwischen selbst in seinen günstigsten Modellen einen vergleichsweise kostspieligen LiDAR-Sensor integriert. Solche Sensoren gelten als wichtige Schlüsseltechnologie für fortschrittliche Fahrassistenzsysteme und autonome Fahrfunktionen. In Europa wird der BYD Dolphin Surf ohne LiDAR-Sensor ausgeliefert. Ob künftig auch die in China vorgestellte Variante mit LiDAR-Sensor verkauft wird, ist nicht bekannt.

In China gibts den neuen BYD Seagull wahlweise mit 30,08-kWh- oder 38.88-kWh-Batterie. Die Reichweite gibt BYD je nach Modell mit bis zu 405 Kilometern an. Damit liegt das chinesische Modell zumindest bei der Reichweite hinter dem in Europa angebotenen Dolphin Surf zurück. Hierzulande verbaut BYD in den Modellen Comfort und Boost eine 43,2-kWh-Batterie mit bis zu 507 Kilometer WLTP-Reichweite.

Auch was den Antrieb anbelangt, gibt es in Europa die etwas grössere Auswahl. In China gibts den BYD Seagull nur mit einem Elektromotor mit 55 kW (74 PS). In Europa gibt es den Dolphin Surf hingegen wahlweise 65 kW oder 115 kW. Dafür kostet der Dolphin Surf in Europa aber auch deutlich mehr als der Seagull in China. Preislich gehts hier aktuell bei 20000 Schweizer Franken los.