Immer wieder sorgen Autobauer mit Effizienzfahrten für Aufmerksamkeit, bei denen Elektroautos über lange Strecken einen besonders niedrigen Energieverbrauch erzielen. Zuletzt gelang dies etwa Skoda mit dem Peaq, der auf über 900 Kilometer gekommen ist. Mit der Designstudie «Mission Efficiency» hat VW nun nach eigenen Angaben das «sparsamste seriennahe Elektroauto der Welt» präsentiert.

Während Skoda bei der Rekordfahrt mit dem Peaq auf eine niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit und hauptsächlich auf Nebenstrassen setzte, betont VW, dass die eigene Fahrt unter realistischen Bedingungen stattfand. Die Route von Wolfsburg nach Wien umfasste einen Mix aus Landstrassen, Autobahnen und Ortsdurchfahrten. Auf der insgesamt 1278 Kilometer langen Strecke erzielte das Elektroauto einen beeindruckend niedrigen Verbrauch von lediglich 7,5 kWh pro 100 Kilometer.

Doch wie seriennah ist die Designstudie tatsächlich? Zwar basiert sie auf der optimierten MEB-Plattform von VW, und auch die Front erinnert an den ID. Polo. Der restliche Aufbau wurde jedoch gezielt für die Rekordfahrt optimiert. Besonders deutlich zeigt sich das am Heck: Die Hinterräder sind vollständig verkleidet, während die Karosserie nach hinten hin immer schmaler zuläuft. Das Ergebnis ist ein Luftwiderstandsbeiwert (cW-Wert) von lediglich 0,158. Damit ist die Designstudie laut VW das bislang aerodynamischste Konzeptfahrzeug mit Strassenzulassung.
Ebenfalls hat VW einige Anpassungen an der Technik vorgenommen. Die Batterie wurde mittels Software-Update auf 55 kWh, statt 52 kWh erhöht. Der APP290-Permanentmagnet-Motor ist zwar identisch, doch verfügte er in der Designstudie eine angepasste Ölkühlung und eine längere Übersetzung. Hinzu kommt eine integrierte Wärmepumpe, die mit dem Kältemittel R744 (Kohlendioxid) betrieben wurde. All das sind gezielte Optimierungen, die es so in einem Serienfahrzeug schlichtweg nicht geben würde.

Was bleibt: Mit der Designstudie «Mission Efficiency» zeigt VW auf durchaus beeindruckende Weise, wie effizient Elektroautos sein können. Der Preis dafür ist jedoch hoch: Aufgrund der kompromisslosen Optik dürfte ein solches Fahrzeug kaum massentauglich sein. Auch die umfangreichen technischen Anpassungen lassen sich in dieser Form nur schwer auf ein alltagstaugliches Serienmodell übertragen.