Mit der neuen MEB+-Plattform führt der Volkswagen-Konzern eine grundlegend überarbeitete Software-Architektur ein, die in neuen Modellen wie dem VW ID.3 Neo, dem ID. Polo, dem Cupra Raval oder dem Skoda Epiq zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zur bisherigen Software setzt Volkswagen künftig auf ein Android-basiertes Infotainmentsystem. Den gleichen Ansatz verfolgt auch Hyundai mit der neuen „Pleos“-Plattform.
Auch wenn Android die technische Basis für VWs neue ID. Software 6 bildet, geht der deutsche Automobilhersteller dabei einen eigenständigen Weg. Anders als etwa bei Volvo und Polestar, wo Android Automotive inklusive vollständiger Google-Dienste und integriertem Google Play Store zum Einsatz kommt, setzt Volkswagen auf ein stark angepasstes System ohne Google-Dienste. Dank Android als Basis verfügt das System zwar ebenfalls über einen App-Store, dieser wird jedoch direkt von Volkswagen gepflegt. Entsprechend dürfte nur ein Bruchteil der verfügbaren Anwendungen tatsächlich im VW-eigenen Store angeboten werden.
Inzwischen gibts auch ein paar spannende und ausführliche Videos zur neuen VW-Software. Eines von Robin TV ist gleich unterhalb dieser Zeilen eingebunden. Aus dem Video geht unter anderem hervor, dass VW noch auf Android 13 als Basis setzt. Das System hat Google bereits im Sommer 2022 veröffentlicht und ist entsprechend nicht mehr auf dem neuesten Stand. Immerhin ist der Android-Sicherheitspatch vom November 2025 installiert. Da Google inzwischen offiziell keine Sicherheitspatches mehr für Android 13 anbietet, dürfte das also VW übernommen haben.
Unklar bleibt, ob Volkswagen die zugrundeliegende Android-Version künftig regelmäßig aktualisieren wird oder ob zunächst Android 13 als Basis bestehen bleibt. Fest steht jedoch: Der Schritt hin zu Android ist grundsätzlich nicht verkehrt. Software gehörte in der Vergangenheit nicht zu den Kernstärken des VW-Konzerns. Mit Android als technischer Grundlage dürfte sich daher einiges verbessern – vorausgesetzt, das System wird konsequent weiterentwickelt.