Weniger Shovelware auf der Konsole. Sony mistet den PS-Store aus. Schon wieder.
Weniger Shovelware auf der Konsole. Sony mistet den PS-Store aus. Schon wieder. (Bild: Sony PlayStation)
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Sony räumt auf: Billigspiele fliegen aus dem PlayStation Store

Chris Bucher
Chris Bucher

Der PlayStation Store war in den vergangenen Jahren nicht nur Heimat grosser Blockbuster und vieler toller Indie-Titeln, sondern auch zahlreicher Spiele, die vor allem durch einfache Platin-Trophäen oder fragwürdige Qualität auffielen. Genau gegen solche Titel scheint Sony nun konsequenter vorzugehen, wie «Play 3» schreibt.

Wie der Publisher Afil Games auf «X» bestätigt hat, endet die Zusammenarbeit mit Sony. Die bereits veröffentlichten Spiele des Studios sollen in naher Zukunft aus dem PlayStation Store verschwinden. Hintergrund sind neue Anforderungen für Veröffentlichungen auf der Plattform, die laut dem Unternehmen nicht mehr mit dem bisherigen Geschäftsmodell vereinbar sind.

Fokus auf Qualität statt Masse

Sony hat seine Richtlinien für Spieleveröffentlichungen im Laufe dieses Jahres offenbar deutlich verschärft. Und zwar mit dem Ziel, die Qualität des Angebots zu verbessern und den Store von Inhalten zu befreien, die wenig Mehrwert bieten. Kurz: Weg mit Asset-Flips, Shovelware und KI-.

Afil Games gehört zu jenen Publishern, die regelmässig sehr kleine und oft stark vereinfachte Spiele veröffentlicht haben. Kritiker werfen dem Unternehmen vor, häufig auf sogenannte Asset-Flips zu setzen – also Spiele, die bestehende Vorlagen oder Assets mit minimalen Anpassungen erneut verwerten. Bekannt waren die Titel zudem für besonders leicht erreichbare Platin-Trophäen.

Kein Einzelfall

Der Fall von Afil Games ist nicht die erste Bereinigung dieser Art. Bereits in den vergangenen Monaten hat Sony mehrere Publisher aus dem Store entfernt oder die Zusammenarbeit beendet. Zuletzt war davon unter anderem Acyntha betroffen.

Gleichzeitig scheint sich der Wind auf der Plattform generell zu drehen. Einige Anbieter haben ihre PlayStation-Veröffentlichungen inzwischen sogar freiwillig eingestellt.

Wechsel zu Xbox, Switch und PC

Ganz vom Markt verschwindet Afil Games allerdings nicht. Das Studio kündigte an, weiterhin Spiele für Xbox, Nintendo Switch und PC veröffentlichen zu wollen. An der grundsätzlichen Ausrichtung des Unternehmens dürfte sich dadurch wenig ändern – lediglich die Plattformen wechseln.

Schaut man sich die Kommentare auf «X» an, scheint sich das Mitleid mit Afil Games in Grenzen zu halten. Viele begrüssen die harte Hand, mit der Sony gegen schnell produzierter Massenware vorgeht.