In Japan gehören sogenannte Kei-Cars längst zum gewohnten Strassenbild. Die besonders kompakten Fahrzeuge erinnern optisch häufig an kleine Minivans und bieten trotz ihrer geringen Abmessungen erstaunlich viel Platz. Mit dem Racco hat nun auch BYD ein vollelektrisches Kei-Car vorgestellt. Überraschend ist jedoch, dass der chinesische Autobauer das ursprünglich für Japan entwickelte Modell auch in weiteren Ländern anbieten möchte.
Trotz einer Länge von lediglich 3,39 Metern erreicht der BYD Racco mit seiner 35-kWh-Batterie eine WLTP-Reichweite von bis zu 300 Kilometern. Auch beim Platzangebot nutzt das kompakte Elektroauto seine Abmessungen erstaunlich gut aus: Neben vier Sitzplätzen bietet der Racco ein Kofferraumvolumen von immerhin 280 Litern. Das ist angesichts der kompakten Abmessungen durchaus beachtlich, auch wenn die Beinfreiheit in der zweiten Sitzreihe vermutlich eher knapp bemessen sein dürfte.
Um in Japan als Kei-Car zugelassen zu werden, müssen Fahrzeuge klar definierte Vorgaben erfüllen. Neben den Abmessungen ist auch die Motorleistung begrenzt: Mehr als 47 kW (64 PS) sind nicht erlaubt. Genau dieses gesetzliche Maximum schöpft der BYD Racco vollständig aus. Sein Elektromotor an der Vorderachse leistet exakt 47 kW (64 PS).

BYD Racco startet in Sri Lanka und vielleicht bald in Europa?
Am 9. Oktober 2026 startet der BYD Racco erstmals ausserhalb Japans, und zwar in Sri Lanka. Laut den Kollegen von CarNewsChina könnte das kompakte Elektroauto zu einem späteren Zeitpunkt auch in Grossbritannien angeboten werden. Für diese und weitere Märkte müsste BYD die strengen japanischen Kei-Car-Vorgaben nicht einhalten und könnte dem Racco deshalb unter anderem einen leistungsstärkeren Antrieb spendieren.
Damit wäre auch ein späterer Marktstart in weiteren europäischen Ländern zumindest denkbar. Ob BYD entsprechende Pläne verfolgt, ist bislang allerdings nicht bekannt.