Bei Volvo stand in den vergangenen Monaten vor allem der neue EX60 im Mittelpunkt, der bereits auf der neuen SPA3-Plattform basiert und damit über eine 800-Volt-Architektur verfügt. Das kleinere Modell, der EX40, erhält zum Modelljahr 2027 ein weiteres Facelift, muss aber noch ohne die neue Plattform auskommen. Was sich beim EX40, der zunächst als XC40 Electric verkauft wurde, zum Modelljahr 2027 ändert, hat Volvo nun verraten.
Optisch ändern sich vor allem Details, darunter etwa der Kühlergrill, die Motorhaube und die Stossstange. Augenscheinlich hat Volvo auch das Design der Scheinwerfer verändert. Dabei bleibt die bekannte «Thors-Hammer»-Optik erhalten, wirkt auf den Pressebildern aber etwas schnittiger als bisher. Am Heck gibt es zudem neue LED-Rückleuchten und eine überarbeitete Heckklappe.

Innenraum wirkt moderner und erhält grösseres Display
Im Innenraum des neuen EX40 fällt vor allem das grössere und hochauflösendere Touchscreen-Display im Hochformat in der Mittelkonsole auf. Von 9 Zoll geht es hoch auf 11,2 Zoll. Damit soll das Infotainmentsystem intuitiver bedient werden können. Zusätzlich zum Infotainment-Display gibts weiterhin ein 12,3-Zoll-Fharerdisplay als digitales Kombiinstrument hinter dem Lenkrad.
Ab dem Modelljahr 2027 ist ab Werk auch Googles KI-Sprachassistent Gemini an Bord. Das Infotainment basiert weiterhin auf Android. Updates werden Over-the-Air direkt ins Fahrzeug eingespielt.

Neue Sensoren und serienmässige Wärmepumpe
Im neuen EX40 sorgen zusätzliche Sensoren für mehr Sicherheit auf den Strassen. Insgesamt verfügt das Modell über zwölf Ultraschallsensoren, die den automatischen Notlenkassistenten, den Ausstiegswarner (Door Opening Alert) und den Spurwechselassistenten (optional im Pilot Assist Paket) unterstützen. Beim Rangieren hilft zudem eine neue Kamera, die eine höher aufgelöste 3D-Ansicht ermöglicht.
Was bisher noch als Option angeboten wurde, ist nun serienmässig an Bord. Die Rede ist von der Wärmepumpe, die bei der Klimatisierung des Innenraums Energie sparen soll.
Volvo führt neue Bezeichnungen für die Antriebsvarianten ein
Vom EX60 sind bereits die neuen P-Bezeichnungen für die Antriebsvarianten bekannt. Auf diese wechselt Volvo nun auch beim EX40. Das Basismodell P5 Electric bietet eine Leistung von 175 kW (238 PS) und eine 70-kWh-Batterie, die für eine Reichweite von bis zu 477 Kilometer sorgt. Weiter gehts mit dem P5 Long Range Electric mit 185 kW (252 PS) und 82-kWh-Batterie für bis zu 576 Kilometer WLTP-Reichweite. Das Topmodell markiert der P8 Performance AWD mit Allradantrieb und 325 kW (442 PS). Damit kommt der Allradler bis zu 538 Kilometer.
Da der EX40 weiterhin auf einer 400-Volt-Architektur basiert, ist die maximale Ladeleistung an einer Schnellladestation (DC) auf 205 kW limitiert. Das sind immerhin 5 kW mehr als noch vor dem Facelift. Für den Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent soll der neue EX40 mit grösserer Batterie dank einem intelligenten Temperaturmanagement ziemlich genau 28 Minuten benötigen. 2 Minuten weniger dauert der Ladevorgang P5 mit kleineren Batterie.
Bei den Ausstattungslinien bleibt sich Volvo treu: Auch das neue Modelljahr gibts als Essential, Core, Plus und Ultra. Erhältlich ist das Facelift in der Schweiz ab 52'200 Franken, sofern die Preise auf der Schweizer Volvo-Website bereits korrekt abgebildet sind. Das ist viel Geld für ein Elektroauto, das aufgrund der inzwischen angestaubten Mischplattform nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik ist.