Wenn es wieder einmal heisst, Apple würde ein Falt-Smartphone auf den Markt bringen, verdrehe ich nur die Augen. Gerüchte, wonach der Hersteller ein Falt-Handy vorstellen wird, gibt es schon seit Jahren. Stellenweise waren Leaker fest davon überzeugt, dass das Gerät 2024 kommt. Dann 2025. Und jetzt soll es angeblich 2026 soweit sein.
Auch wenn ich noch immer vorsichtig bin: Im Moment scheint es tatsächlich so, als würde Apple den Launch eines iPhone Foldable vorbereiten. Wie immer werden diese Gerüchte von etlichen Leaks flankiert. Was mich aber dieses eine Mal aufhorchen lässt: Das Falt-Handy, das uns da auf Renderbildern gezeigt wird, sieht anders aus.
Apple hat sich Zeit gelassen – zurecht?
Statt dem Formfaktor von Samsung oder Oppo nachzueifern, scheint Apple wieder einmal seinen eigenen Weg zu gehen. Das würde zum amerikanischen Konzern passen. Die Kalifornier hatten sich auch in der Vergangenheit schon immer viel Zeit bei gewissen Produkten gelassen. So wollte man vom sogenannten «Second mover advantage» profitieren. Falls dir das jetzt nicht sagt, hier die Zusammenfassung der Google-KI:
Es würde also durchaus passen, dass Apple nach langem Beobachten, Tüfteln und Ausprobieren, zum Schluss gekommen ist, dass es einen angepassten Formfaktor braucht. Und damit könnten sie tatsächlich recht haben. Das kann ich sogar relativ gut beurteilen, denn ich habe ein Dummy-Modell der kürzlich geleakten CAD-Zeichnungen bei mir.
Der erste Eindruck anhand des 3D-Modells
Wie ich zu so einem komme? Ganz einfach: Ein findiger User hat aus den geleakten CAD-Zeichnungen ein druckbares 3D-Modell erstellt. Dieses habe ich mir gestern zu Hause ausgedruckt. Perfekt ist es zwar nicht geworden, aber es tut seinen Zweck: Es gibt mir eine Vorstellung davon, wie ein solches Smartphone in der Handhabung sein könnte.





Bilder: vybe
Und ich muss sagen: Ich mag es. Zuerst war ich zwar noch etwas skeptisch, wegen des breiteren Displays, aber je länger ich darüber nachdenke, desto praktischer erscheint er mir.
Dass breitere und weniger hohe Smartphones durchaus gefragt sind, hat Huawei in diesem Jahr gezeigt. Mit dem Pura X haben sie ein Smartphone vorgestellt, das ein ähnliches Seitenverhältnis hat. Auf der Aussenseite gibt es zwar kein randloses Display, aber aufgeklappt sieht das Gerät definitiv spannend aus. Und zumindest die Verkaufszahlen zeigen, dass dieser breitere Formfaktor eine echte Zukunft haben könnte: 700'000 Geräte hat Huawei in den ersten sechs Monaten nach Launch des Pura X ausgeliefert – in China.
Schafft Apple einen Erfolg?
Huawei war also wieder einmal schneller, Apple scheint aber ein durchdachteres Gerät in der Pipeline zu haben.
Endlich scheint das Gerät auch nützlich, wenn man es aufklappt. Statt ein quadratisches Riesendisplay vor sich zu haben, hat man das erste Mal das Gefühl, ein Mini-Tablet in der Hand zu halten. Darauf lassen sich dann auch Videos etwas grösser anschauen. (Zumal sie auf dem 4:3-Aussendisplay gezwungenermassen kleiner angezeigt werden).
Schafft es Apple nach den kabellosen Kopfhörern und Smartwatches auch den Falt-Smartphones zum Durchbruch zu verhelfen? Eine spannende Frage, über die man aktuell nur spekulieren kann. Einen Sieg hätte Apple nach dem Flop der Vision Pro und dem KI-Desaster aber definitiv wieder einmal nötig.