Szene aus der DC-Serie «Lanterns».
Ob es mit «Lanterns» weitergeht, soll bis Ende Jahr feststehen. | Bild: Warner Bros.
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«Lanterns» Staffel 2: DC-Chef knüpft die Fortsetzung an eine Bedingung

Rekordquoten, aber noch keine Verlängerung: DC-Chef Peter Safran verspricht bis Ende Jahr einen Entscheid zu «Lanterns» – und nennt eine Bedingung.

Pascal Scherrer
Pascal Scherrer

Als im März der erste Trailer zu «Lanterns» erschien, war noch offen, ob ein düsterer Superhelden-Krimi im Stil von «True Detective» beim Publikum ankommt. Inzwischen sind die acht Folgen der ersten Staffel abgeschlossen und die Zuschauerzaheln waren für HBO Max mehr als nur zufriedenstellend.

Umso erstaunlicher ist, dass es noch kein grünes Licht für eine zweite Staffel gibt. Jetzt hat sich Peter Safran, der zusammen mit James Gunn die DC Studios leitet, dazu geäussert und einen Zeitplan genannt.

Entscheid bis Ende Jahr

Am Rande der Premiere des DC-Films «Clayface» sagte Safran gegenüber dem US-Portal «Collider», man werde «vor Ende Jahr» entscheiden. Die Bedingung dafür ist klar: «Wenn wir etwas finden, das wir für einen würdigen Nachfolger einer geliebten und grossartigen ersten Staffel halten», dann gebe es eine zweite Staffel. Genau das werde darüber entscheiden.

Laut «Variety» hängt also alles am Writers' Room: Erst wenn die Autorinnen und Autoren eine Geschichte vorlegen, die das Studio überzeugt, gibt es grünes Licht. Laut «Cosmic Book News» arbeitet der Writers' Room schon seit August an Ideen, bisher ohne offizielle Bestellung. Auch HBO-Chef Casey Bloys hatte im September auf die Frage nach einer Verlängerung nur gesagt: «Nein, im Moment nicht.» Wie es mit Hal Jordan nach dem Staffelfinale weitergeht, wollte Safran übrigens nicht verraten.

An den Zuschauern liegt es nicht

Die Zahlen sprechen jedenfalls für eine Fortsetzung. Wie «TheWrap» berichtet, sahen das Finale in den ersten drei Tagen weltweit 10,5 Millionen Menschen, 13 Prozent mehr als die Premiere. Über einen längeren Zeitraum gerechnet kommt «Lanterns» im Schnitt auf rund 19,3 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer pro Folge und gehört damit zu den fünf erfolgreichsten Serienstarts in der Geschichte von HBO Max.

In der Serie spielt Kyle Chandler den erfahrenen Green Lantern Hal Jordan, Aaron Pierre seinen jungen Rekruten John Stewart. Die beiden untersuchen einen Mord in Nebraska, der weit über die Erde hinausreicht.

Eigene Meinung

Dass ein Studio eine erfolgreiche Serie nicht einfach verlängert, sondern zuerst eine gute Geschichte will, klingt erst einmal positiv. Allerdings muss das gar nichts heissen. Zu oft habe ich diesen Satz in der Vergangenheit gehört und dann kam am Ende doch eine miese Fortsetzung dabei raus.

Das mag vielleicht auch daran liegen, dass die Chefetagen eines Filmstudios nicht unbedingt das Gleiche als gut erachten, wie das bei Zuschauern und Fans der Fall ist. Andererseits gibt es aber auch positive Beispiele – und das sogar aus dem gleichen Haus. So hat sich HBO bei «House of the Dragon» ebenfalls lange Zeit gelassen, bis die zweite Staffel erschienen ist. Zwei Jahre mussten Fans bis zur neuen Staffel warten. Am Ende hat sich die Geduld ausgezahlt. Allerdings gab es auch einen kleinen, aber feinen Unterschied: Beim «Game of Thrones»-Spin-Off hatte HBO sehr schnell eine zweite Staffel bestellt.

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