Xiaomi SU7 (2026): Mehr Reichweite, mehr Leistung – und wichtiger Sicherheits-Fix
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Xiaomi SU7 (2026): Mehr Reichweite, mehr Leistung – und wichtiger Sicherheits-Fix

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Inzwischen hat sich unlängst herumgesprochen, dass Xiaomi nicht nur Smartphones und Smart-Home-Geräte, sondern auch spannende und erfolgreiche Elektroautos herstellt. Den Grundstein dafür legte das chinesische Unternehmen mit der Elektro-Limousine Xiaomi SU7. Wie bereits seit Anfang Januar bekannt ist, erhält der Xiaomi SU7 in diesem Jahr ein umfangreiches Facelift.

Nun steht auch der Verkaufsstart in China fest: Ab dem 19. März 2026 kann der aktualisierte Xiaomi SU7 in drei verschiedenen Ausführungen bestellt werden. Die Preise der Modelle liegen umgerechnet bei ca. 25900 Schweizer Franken bzw. 28.440 Euro bis ca. 34913 Schweizer Franken bzw. 38.340 Euro. Diese Preise werden beim bereits geplanten Marktstart in Europa nicht möglich sein.

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Fokus auf Sicherheit - der mechanische Türgriff kehrt zurück

In den letzten Monaten erntete Xiaomi in China sowohl Lob als auch Kritik. Grund für die Kritik waren die fehlenden mechanischen Türgriffe. Obwohl es bei der ersten Generation nach einem herkömmlichen Türgriff aussah, befand sich dort nur eine Taste, mit der sich die Türen öffnen liessen. Das Problem dabei war, dass sich die Türen im Falle eines Unfalls, bei dem die Stromverbindung gekappt wurde, weder von aussen noch von innen öffnen liessen.

Das stellt ein grosses Sicherheitsrisiko dar, das in China sogar zu Todesfällen geführt hat. Die chinesische Regierung hat aufgrund der Todesfälle ein neues Gesetz eingeführt, in dem klar festgehalten wird, wie sich Autos künftig öffnen lassen müssen. Und diesem neuen Gesetz kommt Xiaomi beim Facelift der Elektro-Limousine nun in vollem Umfang nach.

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Xiaomi verspricht eine dreifache Sicherheitsredundanz. So verfügt der Türgriff über eine redundante Notstromversorgung, die das Öffnen des Türgriffs selbst unter extremen Bedingungen (Ausfall von Haupt- und Zusatzbatterie) ermöglicht. Im Innenraum ist zudem eine kaum zu übersehende Notentriegelung an der Tür angebracht. Das mag nicht schön aussehen, kann im Ernstfall aber über Leben und Tod entscheiden.

Neue Architektur, mehr Reichweite und Leistung

Bei der Präsentation des Facelifts hat Xiaomi den Fokus stark auf die Sicherheit gelegt. Doch der Xiaomi SU7 soll nicht nur ein sichereres Fahrzeug sein, sondern auch mit zahlreichen Upgrades punkten können. So gibt es jetzt im Basis- und im Pro-Modell eine 752-Volt-Batterie (bisher 400 Volt). Die Batterie des Topmodells „Max” erreicht neu eine Spannung von 897 Volt (bisher 871 Volt).

Die höhere Spannung der integrierten Batterie wirkt sich direkt auf die Ladeleistung des Xiaomi SU7 aus. Bisher konnte die Elektro-Limousine innerhalb von 15 Minuten am Schnelllader mit maximal 510 Kilometern Reichweite aufgeladen werden. Beim Facelift sind es in der gleichen Zeitspanne nun bis zu 670 Kilometer, wie Xiaomi bekanntgegeben hat.

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Bei allen Modellen steigt die Reichweite nach dem chinesischen CLTC-Zyklus leicht an. So erreicht das Basismodell neu eine Reichweite von 720 Kilometern (bisher 700 km), das Pro-Modell kommt auf 902 Kilometer (bisher 830 km) und das leistungsstarke Max-Modell auf 835 Kilometer (bisher 800 km). Die höhere Reichweite wird durch einen effizienteren Antrieb ermöglicht.

Xiaomi setzt bei allen Modellen der Limousine auf einen neu entwickelten Antrieb namens V6s Plus, der die Leistung und Effizienz erhöht. So erreicht das Basismodell neu eine Leistung von 235 kW (320 PS) und der SU7 Max sogar 507 kW (690 PS).