Tesla macht FSD zum Abo: Das bedeutet die Überraschung
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Tesla macht FSD zum Abo: Das bedeutet die Überraschung

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Obwohl Tesla sein Full Self-Driving (FSD) bereits seit Jahren für eine einmalige Gebühr von 7300 Franken bzw. 7500 Euro optional anbietet, lässt es sich weiterhin nicht wirklich nutzen – zumindest nicht im von dem US-amerikanischen Hersteller seit Jahren in Aussicht gestellten Umfang. Nun gibt Tesla überraschend bekannt, dass nach dem 14. Februar 2026 auf ein neues Modell umgestellt wird.

Full Self-Driving soll das autonome Fahren irgendwann in Zukunft ermöglichen. In den USA, Australien, China, Kanada, Mexiko und Neuseeland darf FSD (Supervised) bereits genutzt werden. „Supervised” bedeutet, dass der Fahrer die Hände am Lenkrad haben und aufmerksam sein muss. In allen anderen Ländern stehen die jeweiligen Zulassungen weiterhin aus. Dazu zählt auch Europa. Selbst wenn FSD gekauft wurde, kann es hierzulande bis heute nicht genutzt werden.

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Wird FSD zur Cashcow für Telsa?

Konkret kündigte Tesla-CEO Elon Musk dies wie gewohnt kurz und pragmatisch auf der Plattform X an: „Tesla will stop selling FSD after Feb. 14. FSD will only be available as a monthly subscription thereafter.“ Nach dem 14. Februar 2026 wird FSD somit nicht mehr gegen eine einmalige Gebühr freigeschaltet, sondern es muss ein monatliches Abo abgeschlossen werden.

Musk nennt die Gründe für diesen Entschluss jedoch nicht. Es wird jedoch vermutet, dass Tesla sich durch das neue Abo-Modell höhere Einnahmen erhofft. Anstelle einer einmaligen Zahlung für FSD, dessen Technologie ohnehin in jedem Tesla-Fahrzeug integriert ist, wird das Abo direkt an den Fahrer gekoppelt. Bei einem Verkauf müsste der neue Besitzer dann ein neues Abo dafür abschliessen.

Tesla lässt sich damit auch die Möglichkeit offen, die Preise für FSD in Zukunft kontinuierlich zu erhöhen. Das würde wiederum mehr Einnahmen generieren. So könnte sich das autonome Fahren künftig als Cashcow für Tesla entwickeln. Auch wenn kurzfristig gesehen nicht direkt viel verdient wird, lohnt sich das Abomodell auf lange Sicht umso mehr.

Was ändert sich für bestehende Teslas, die bereits das FSD-Paket enthalten? Nichts. Sie werden das autonome Fahren (Supervised) nutzen können, sobald es verfügbar ist. Allerdings ist es Musk durchaus zuzutrauen, dass er künftige Funktionen ebenfalls nur noch im Abo anbieten wird.