Demnächst geht es zurück ins zombieverseuchte Raccoon City. In Film- und Spieleform.
Demnächst geht es zurück ins zombieverseuchte Raccoon City. In Film- und Spieleform. (Bild: Sony)
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«Resident Evil»-Film: Zach Cregger darf machen, was er will

Chris Bucher
Chris Bucher

Die bekannte Zombie-Gamereihe «Resident Evil» bekommt bekanntlich wieder einen filmischen Neustart. Doch diesmal soll alles anders werden: Regisseur Zach Cregger erhält für seinen «Resident Evil»-Film offenbar freie Hand.

Wie unter anderem Deadline berichtet, darf Zach Cregger den Stoff praktisch neu denken. Sein «Resident Evil» soll «weit entfernt von allem» sein, was man bisher unter diesem Label gesehen hat. Oliver Berben von Constantin Film spricht von einer «neuen Generation», die die IP in die Hand nehme.

Ganz losgelöst vom Spieleuniversum wird sein Film aber nicht. Cregger betonte bereits letztes Jahr, er wolle der «Lore der Spiele» treu bleiben – nur eben keine bekannte Story nacherzählen. Denn diese sei ja bereits erzählt worden.

Ein weiterer Anlauf

Sechs Filme lang prägte Paul W. S. Anderson die Reihe – mit Milla Jovovich als Alice. 2016 endete das Spektakel mit «Resident Evil: The Final Chapter». Laut früheren Box-Office-Zahlen spielte die Filmreihe weltweit über eine Milliarde Dollar ein.

2021 folgte der Versuch, näher an die Games von Capcom zu rücken: «Resident Evil: Welcome to Raccoon City» verquetschte die ersten beiden Games in einen Film – und floppte. Geplante Fortsetzungen wurden gestrichen.

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Nach einigen Projekten im Serien- und Animationsbereich kommt jetzt also Kinoversion Nummer 3. Der deutsche Kinostart ist derzeit für den 17. September 2026 geplant. Ob das auch für die Schweiz gilt, oder uns ein ähnliches Schicksal wie bei der Game-Verfilmung «Return to Silent Hill» blüht, bleibt abzuwarten.

Bis es soweit ist, können sich Fans der Horrorreihe immerhin auf einen neuen Game-Teil freuen. Am 27. Februar erscheint «Resident Evil 9 – Requiem»:

«Resident Evil 9»: Neuer Trailer stimmt auf den Albtraum ein
Ein neuer Trailer zu «Resident Evil 9 – Requiem» zeigt wenige Tage vor Release neues Material zu Story und Schauplätzen.

Meine Meinung

Natürlich haben viele Resi-Fans nach Berbens Aussage bereits Schaum in den Mundwinkeln. Ganz verübeln kann ich es ihnen nicht. Die bisherigen Adaptionen rangierten in meinen Augen von «Joa, kann man schauen» bis zu «Ou weia».

Ich frage mich schon länger, warum eine halbwegs werkgetreue Adaption inklusive passender Atmosphäre filmisch offenbar ein Ding der Unmöglichkeit ist. Aber sei's drum. Berbens Aussage kann natürlich auch falsch interpretiert werden. Und wenn er sagt, Creggers Film sei «weit entfernt von allem», was bisher gemacht wurde, finde ich das sogar sehr positiv. Denn, was bisher gemacht wurde, war alles andere als berauschend. Milla Jovovich als Superheldin? Die eher fremdschämige Netflix-Serie? Oder was auch immer «Welcome to Raccoon City» sein sollte? Nein, danke.

Unrecht hat Cregger mit seiner neuen Herangehensweise nämlich nicht, denn eine weitere halbgare Adaption der Spiele brauche ich nicht. Da bin ich viel mehr gespannt, was Cregger – der mit «Weapons» einen der unterhaltsamsten Horrorfilme der letzten Jahre abgeliefert hat – aus dem Hut zaubert.

Eine frische Geschichte im «Resident Evil»-Universum mit neuen Figuren bringt Spannung und vielleicht sogar den in oder anderen Überraschungseffekt. Ich für meinen Teil habe Vertrauen in Zach Cregger und sein Projekt.