Der E-Book-Hersteller PocketBook bringt im November zwei neue 6-Zoll-E-Reader auf den Markt. Einer davon mit einem Schwarzweiss-Display und einen in Farbe. Die auf den Namen Verta getauften Modelle zielen auf Einsteigerinnen und Einsteiger und lassen sich mit austauschbaren Rückseiten farblich anpassen.
Laut einer Medienmitteilung von PocketBook zeigt der Hersteller die Verta-Serie an der Frankfurter Buchmesse zum ersten Mal öffentlich. Die Geräte lösen die bisherigen Verse-Modelle ab und kommen in zwei Varianten.
Der Verta hat ein Graustufen-Display vom Typ E Ink Carta 1300, also die klassische E-Paper-Technik für reinen Text. Der Verta Color nutzt E Ink Kaleido 3 und zeigt bis zu 4096 Farben. Das reicht für Buchcover, Comics und Illustrationen, an ein Tablet-Display kommt diese Technik aber nicht heran. Das habe ich auch beim Test von E-Readern mit Farbdisplay festgestellt.

Der Gag der neuen Serie: Die Rückseiten lassen sich austauschen. Sie sind separat in verschiedenen Farben erhältlich. Was sie kosten, verrät PocketBook nicht.
Was drinsteckt
Abgesehen vom Display sind die beiden Modelle laut PocketBook gleich ausgestattet:
- Licht: SMARTlight, also eine regelbare Beleuchtung, die sich der Umgebung anpasst, dazu ein Dark Mode
- Schutz: IPX4, das heisst Schutz gegen Spritzwasser. Ein Bad in der Wanne ist damit nicht gemeint.
- Akku: bis zu zwei Monate Laufzeit, gemäss Herstellerangabe
- Audio: Hörbücher via Bluetooth-Kopfhörer, dazu eine Vorlesefunktion (Text-to-Speech), die laut PocketBook «natürlich klingende Stimmen» nutzt
- Formate: 25 E-Book-Formate sowie die Kopierschutzverfahren Adobe DRM und LCP DRM
- Bibliotheken: vorinstallierte Apps für die Onleihe und für Libby von OverDrive, mit denen sich E-Books bei teilnehmenden öffentlichen Bibliotheken ausleihen lassen
- Cloud: Die PocketBook Cloud synchronisiert Bibliothek und Leseposition zwischen E-Reader, Smartphone und Web
Preise und Verfügbarkeit
Der Verta soll ab November 2026 für 169 Euro erhältlich sein, der Verta Color für 179 Euro. Exakte Schweizer Preise gibt es derzeit noch nicht. Gemessen am aktuellen Eurokurs dürften sich die Preise allerdings nicht zu sehr unterscheiden.
Und für die Profis: InkPad Eo 2
Neben den Einsteigergeräten hat PocketBook auch etwas für Vielschreibende dabei. Das InkPad Eo 2 ist ein Notiz-Tablet mit Android und einem 10,3-Zoll-Farbdisplay, ebenfalls mit E Ink Kaleido 3. Dazu gibt es einen Stift, den PocketBook Stylus 2.

Handschriftliche Notizen erkennt das Gerät laut Hersteller per KI in über 40 Sprachen und wandelt sie in bearbeitbaren Text um. Exportieren lassen sie sich als PDF oder PNG. Ob diese Schreibfunktion besser funktioniert, als beim InkPad Eo, wird sich zeigen. Beim Gerätetest dazu hatte ich damals nämlich meine liebe Mühe damit.
Weil Android drauf läuft, lassen sich über Google Play zusätzliche Apps installieren. Ausserdem an Bord: ein Prozessor mit acht Kernen, 64 GB Speicher (per microSD erweiterbar), SMARTlight und Stereolautsprecher. Das InkPad Eo 2 ist ab sofort für 439 Euro erhältlich. In deutschen Stores ist das Gerät bereits erhältlich, auf Schweizer Plattformen wie Galaxus fehlt es aktuell noch.
Wie gut die Handschrifterkennung im Alltag funktioniert, muss sich erst zeigen. Spätestens bei krakeliger Schrift dürfte sich zeigen, was die KI taugt.
Auch die Konkurrenz stockt auf
Die Ankündigung von PocketBook folgt zeitnah auf die neuen Kindle-Modelle, die Amazon vor wenigen Tagen erstmals vorgestellt hat.