2008 endete «Hellboy II: Die goldene Armee» mit einem Cliffhanger, der bis heute nicht aufgelöst wurde. Seither hat die Figur zwei Neustarts hinter sich: 2019 mit David Harbour und 2024 mit «Hellboy: The Crooked Man». Beide kamen bei Kritik und Publikum schlecht an. Guillermo del Toro, der die ersten beiden Filme gedreht hat, hatte einen dritten Teil schon vor Jahren für erledigt erklärt und zuletzt lieber Klassiker wie «Frankenstein» verfilmt.
Ron Perlman will die Sache trotzdem nicht ruhen lassen. Im Gespräch mit dem US-Branchenmagazin «Deadline», bei dem es eigentlich um seine neue Rolle als Ernest Hemingway ging, hat er sich ausführlich zu «Hellboy 3» geäussert.
Nur mit Guillermo
Die ursprünglichen Filme seien als Trilogie gedacht gewesen, sagt Perlman. Seine Bedingung ist deutlich: «Ich bin an keiner anderen Version von Hellboy interessiert, als die Trilogie mit Guillermo abzuschliessen.» Ein weiterer Neustart oder ein Film unter anderer Regie kommt für ihn also nicht infrage.
Laut Perlman wäre noch viel zu erzählen gewesen: «In ‹Hellboy II› haben wir an einem sehr ungünstigen Punkt aufgehört, an dem Liz Sherman mit Zwillingen schwanger ist.» Auch die Prophezeiung, Hellboy sei auf die Welt gekommen, um sie zu zerstören, sei nie aufgelöst worden. «Das alles wäre im dritten Film passiert.» Perlman schwärmt von einem «griechischen Epos» über Hybris, Schicksal und die Frage, ob Herkunft oder Erziehung einen Menschen prägt.
«Kein Kommentar»
Spannend ist vor allem, was Perlman nicht sagt. Auf die Frage, ob er mit del Toro über einen dritten Teil gesprochen habe, antwortete er bloss: «Kein Kommentar.» Wie «ComicBookMovie» anmerkt, klingt das deutlich optimistischer als frühere Aussagen, in denen Perlman das Kapitel Hellboy für abgeschlossen erklärt hatte. Ans Alter denkt er jedenfalls nicht: «Ich bin jetzt 76, und wenn er zu mir kommt, wenn ich 86 bin, machen wir das verdammte Ding trotzdem.»