Er ist so klein, dass er in jede Hosentasche passt. Und dank optionalen magnetischer Ringe sogar auf die Rückseite eines Smartphones. Mit einer Höhe von 11,4 Zentimetern, 6,9 Zentimetern Breite und 5,9 Millimetern Tiefe ist der 74 Gramm leichte Xteink X4 wohl einer der kleinsten eReader der Welt.
Der X4 verfügt über 32 GB Speicher via microSD-Karte, der gemäss Hersteller Xteink mit Sitz in Hongkong auf 512 GB erweitert werden kann. Die Auflösung des Schwarzweiss-Displays liegt bei 220 PPI. Geladen wird das Gerät über einen USB-C-Anschluss. Die verbaute Batterie soll gemäss Hersteller für rund 14 Tage reichen, bei einem täglichen Gebrauch von 1-3 Stunden pro Tag. Zudem bietet der eReader Wifi-Funktionen, unterstützt allerdings keine Apps von Drittanbietern.
Formatetechnisch kann der Xteink X4 sowohl Epub als auch Txt-Dateien lesen. Auch Bilder im JPG und BMP-Format kann er anzeigen – allerdings nur in Schwarz-Weiss.
Grösse bringt Komforteinbussen
Die kleine Grösse und der niedrige Preis bringen auch Einbussen beim Komfort. So verfügt der Xteink X4 weder über eine Hintergrundbeleuchtung, noch über einen Touchscreen. Die Navigation läuft über zwei Tasten am unteren Ende der Vorderseite. Auch die Systemsprache ist bislang erst in Englisch, Chinesisch und Japanisch verfügbar.
Aktuell ist der Xteink X4 in den Farben Schwarz und Weiss erhältlich und kostet über die Website 69 US-Dollar. Für Europa fallen zusätzliche Lieferkosten von 8 US-Dollar an. Aber ACHTUNG: Stand heute liefert Xteink noch nicht in die Schweiz. Wer den Mini-Reader also testen möchte, muss ihn an eine Adresse in Deutschland, Frankreich, Österreich oder Italien liefern lassen.
Meine Einschätzung
In vielerlei Belangen wirkt der Xteink X4 wie ein Gimmick fürs Social-Media-Zeitalter. Das zeigen auch zahlreiche Videos auf Tiktok und Co., die den Mini-Reader wie ein Kuriosum in die Kamera halten.
Tatsächlich überraschen mich die Funktionen, die das kleine Ding bietet: Kalender, erweiterbarer Speicherplatz, Bildunterstützung und Wifi.
Allerdings ist kleiner nicht immer besser. Als jemand, der nur im Notfall auf der Tolino- oder Kindle-App liest, kann ich mir nicht vorstellen, längere Zeit auf einen noch kleineren Bildschirm zu starren. Zudem einer, der keine Hintergrundbeleuchtung hat.