WhatsApp führt neue Sicherheitsfunktion für Kinder ein
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WhatsApp führt neue Sicherheitsfunktion für Kinder ein

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Obwohl WhatsApp erst ab 13 Jahren freigegeben ist, wird der beliebte Messenger auch auf vielen Smartphones von Kindern genutzt. Grundsätzlich ist das auf den ersten Blick auch kein Problem. Doch WhatsApp ist schon lange nicht mehr nur ein Messenger. Seit einiger Zeit gibt es darin auch Kanäle und Statusmeldungen. Ausserdem können, sofern im Messenger nichts anderes eingestellt ist, Nachrichten von unbekannten Rufnummern empfangen werden.

Das Problem: Bisher bot der Messenger keine Möglichkeit, die Kanäle zu deaktivieren. Somit konnten Kinder den Messenger quasi ungefiltert nutzen. Und genau das birgt Risiken. Das hat nun auch der Mutterkonzern Meta erkannt. Deshalb führt man sogenannte verwaltete Konten ein. Mithilfe dieser Funktion können Eltern oder Erziehungsberechtigte den Messenger für 10- bis 12-Jährige einrichten und die Funktionen gezielt einschränken.

Bild: WhatsApp/Meta

Nachdem das verwaltete Konto eingerichtet wurde, können die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten entscheiden, wer mit dem Kind in Kontakt treten und welchen Kanälen bzw. Gruppen gefolgt werden darf. Ausserden können Eltern die Nachrichtenanfragen von unbekannten Kontakten prüfen und entscheiden, ob die Nachricht auf dem Smartphone des Kindes angezeigt wird oder nicht.

Dabei wird der Zugang zu den Kontrolloptionen für Eltern und den Einstellungen durch einen Eltern-PIN gesichert. Nur die Eltern oder Erziehungsberechtigte können danach auf die Datenschutz-Einstellungen zugreifen und Änderungen daran vornehmen. WhatsApp schreibt in der Mitteilung, dass der Datenschutz und die Privatspähre ein wichtiger Bestandteil der neuen Funktion sei. So wird es den Eltern nicht möglich sein, die Chats der Kinder einzusehen.

Die verwalteten Konten werden nun schrittweise weltweit eingeführt. Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung scheint die neue Funktion in der Schweiz jedoch noch nicht verfügbar zu sein. Es ist jedenfalls lobenswert, dass der Mutterkonzern Meta nun auch die Schutzfunktion für Minderjährige in WhatsApp integriert. Auf anderen zu Meta gehörenden Plattformen wie Instagram gibt es bereits ähnliche Schutzfunktionen.