In den letzten Wochen haben internationale Behörden bereits Warnhinweise herausgegeben, dass der Kompakt-SUV Volvo EX30 von einem massiven Batterieproblem betroffen ist. Den Halter:innen wurde von den Sicherheitsbehörden und Volvo selbst in etlichen Ländern empfohlen, ihre Fahrzeuge nur noch bis maximal 70 Prozent aufzuladen und sie nur im Freien und weit entfernt von Gebäuden zu parken.
Nun bestätigte Volvo gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass weltweit 40323 Fahrzeuge der Varianten Single Motor Extended Range und Twin Motor Performance des Kompakt-SUVs Volvo EX30 zurückgerufen werden. Der Grund dafür ist das Überhitzungsrisiko der Hochvolt-Batteriepacks. Betroffene Fahrer:innen werden direkt von Volvo kontaktiert. Nicht betroffen ist scheinbar das Basismodell mit LFP-Batterie.
Der Grund für dieses schwerwiegende Problem sind die Hochvolt-Zellmodule. Bei einem Ladestand von über 70 Prozent können sie überhitzen, was zu einem Fahrzeugbrand führen kann. In China und Brasilien beispielsweise sind Fälle bekannt, bei denen ein Volvo EX30 vollständig ausbrannte. Verantwortlich dafür dürften die qualitativ mangelhaften Hochvolt-Zellmodule sein.
Den Berichten zufolge stammen die mangelhaften Batterien von einem Joint Venture zwischen Geely und dem chinesischen Batteriehersteller Sunwoda. Volvo gehört seit 2010 zum chinesischen Grosskonzern, zu dem auch die Marken Polestar und Zeekr gehören. Letzterer musste kürzlich ebenfalls fast 38000 Fahrzeuge in China aufgrund mangelhafter Batterien zurückrufen.
Eine solche Rückrufaktion ist nicht nur für Halter:innen der Fahrzeuge äusserst umständlich, sondern kann auch zu einem Vertrauensverlust in die Marke Volvo führen. Gerade für Volvo, das weltweit als eine der führenden Sicherheitsmarken in der Automobilbranche gilt, ist eine solche Rückrufaktion besonders kritisch. Die Rückrufaktion widerspiegelt sich auch an der Börse: Nach Bekanntgabe sank die Aktie von Volvo um 4 Prozent.